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Schweißen

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09. September 2010
 

Volkswirtschaftliche Bedeutung der Fügetechnik
Multiplikatorfunktion der Messe SCHWEISSEN & SCHNEIDEN

Die gesamtwirtschaftliche Wertschöpfung aus Produktion und Anwendung der Fügetechnik in Deutschland beträgt rund 27 Mrd. €. Das sind 4,8 % der Wertschöpfung des produzierenden Gewerbes in Deutschland. Auf Schweißen und Schneiden entfallen 19 Mrd. € bzw. 3,4 %.

In Deutschland sind 640.000 Beschäftigte direkt oder indirekt mit der Fügetechnik verbunden. Dies macht einen Anteil von 6 % der Beschäftigten des produzierenden Gewerbes aus. Damit hängt jeder 16. Arbeitsplatz im produzierenden Gewerbe mit der Fügetechnik zusammen. Auf Schweißen und Schneiden entfallen 455.000 Beschäftigte bzw. 4,3 %. Dies entspricht jedem 23. Arbeitsplatz.

Die auf die Herstellung fügetechnischer Geräte entfallende Wertschöpfung von 0,95 Mrd. € wird im Laufe der Prozesskette wertmäßig um das 28-fache gesteigert. Der Produktionswert von 2,3 Mrd. € wird verzehnfacht. Dies veranschaulicht die volkswirtschaftliche Bedeutung und die Multiplikatorfunktion der auf der Messe SCHWEISSEN & SCHNEIDEN vertretenen Aussteller. Auf die Herstellung schweißtechnischer Geräte entfällt eine Bruttowertschöpfung von 0,68 Mrd. €, die ebenfalls um das 28-fache gesteigert wird bzw. ein Produktionswert von 1,6 Mrd. €, der um das 12-fache gesteigert wird.

Die Herstellung von fügetechnischen Geräten weist eine große internationale Verflechtung auf.

Die Füge-, Trenn- und Beschichtungstechnik stellt eine "Querschnittstechnik" dar, deren Effekte sich nicht nur auf eine bestimmte Branche beziehen, sondern die breit über die gesamte Volkswirtschaft ausstrahlen. Die Prozesskette geht aus von der Herstellung fügetechnischer Geräte, deren Produktionswert unter Einbezug von Vorleistungen bei 2,3 Mrd. € liegt. Hierin enthalten ist eine Bruttowertschöpfung von 0,95 Mrd. €. Gemessen an der Gesamtwertschöpfung von 27 Mrd. € wird die Bruttowertschöpfung aus Geräte-Herstellung um das 28-fache gesteigert, der Produktionswert führt zu einer Verzehnfachung. Diese Effekte ergeben sich durch Herstellung von erforderlichen Zusatzgütern, Erbringung von Dienstleistungen wie Aus- und Weiterbildung und insbesondere Anwendung der Fügetechnik in Branchen wie Fahrzeugbau, Herstellung von Metallerzeugnissen, Maschinenbau und Baugewerbe. Alleine aus der Anwendung der Fügetechnik resultiert ein Produktionswert von rund 21,2 Mrd. €. Eine gesteigerte Produktion fügetechnischer Geräte führt in überproportionalem Maß zu einer Ausweitung der gesamten volkswirtschaftlichen Wertschöpfung.

Dies sind die zentralen Ergebnisse einer vom DVS in Auftrag gegebenen Studie. In dieser Untersuchung werden, bezogen auf das Jahr 2003, die inländischen Produktions-, Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte für die Herstellung von schweißtechnischen Geräten, für die Erbringung von schweißtechnischen Dienstleistungen und für die Anwendung der Fügetechnik im produzierenden Gewerbe auf Basis der Angaben des Statistischen Bundesamtes ermittelt. Dabei werden auch die Verflechtungen mit anderen Branchen, wie sie sich aus den intensiven Lieferanten-Abnehmer-Beziehungen ergeben, berücksichtigt.

 

Quelle: Gutachten "Gesamtwirtschaftlich und sektorale Wertschöpfung aus der Produktion und Anwendung von Fügetechnik" von Prof. Dr. Waike Moos (Hochschule Niederrhein, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften) und Dipl.-Ing. Oec. Ronald Janßen-Timmen (Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsförderung, Essen)

 

 



























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