DVS BV Gelsenkirchen

 
 

Vortragsveranstaltungen - 2012 - 3. Vortrag 15.11.


15. November 2012 - 17:30Uhr Vortrag: "Thermisches Schneiden mit dem richtigen Dreh"Referent: Herr Franz Gesthuysen, Gesellschaft für Schweißtechnik International mbh Niederlassung SLV DuisburgDVS – Bezirksverband Gelsenkirchen • Uechtingstr. 70 • 45881 Gelsenkirchen


„Thermisches Schneiden mit dem richtigen Dreh" dies war das Thema der DVS-BV Gelsenkirchen Veranstaltung am Donnerstag, dem  15.11.2012. Das Referat  übernahm kurzfristig Franz Gesthuysen, Gesellschaft für Schweißtechnik International mbh Niederlassung SLV Duisburg. Inhalte seines Referats waren der Überblick über das „Thermische Trennen“

Falls maschinell getrennt werden soll, wurde früher die Kontur über eine Leseoptik erstellt. Bei modernen CNC gesteuerten Brennschneidanlagen wird zwischen drei Technologien unterschieden (Autogen-Brennschneidanlage / Plasma-Brennschneidanlage / Laser-Anlage). Autogen-Brennschneidmaschinen sind häufig mit einem zusätzlichen Plasmabrenner ausgestattet. Eine Autogen-Brennschneidanlage  besitzt 1 bis 12 Autogenbrenner. Getrennt werden können alle unlegierten Baustähle mit nicht zu hohem Kohlenstoffgehalt bei einer Materialdicke von 3 mm bis über 1500 mm. Eine Plasma-Schneidanlage besitzt 1 bis 6 Plasmabrenner und kann neben unlegierten Stählen auch Edelstähle und Aluminium bearbeiten. Die mögliche Materialstärke beträgt 0,5 mm bis 300 mm. Die Geschwindigkeit des Plasmabrenners ist im Vergleich zum Laserbrenner ab einer Materialstärke von 15 mm schneller. Das Laserverfahren ist in Kleinteilen genauer. In jüngster Zeit tritt das Laserstrahlschneiden besonders in den Vordergrund. Mit einem 3-kW-CO2-Laser werden Blechdicken bis etwa 20 mm verarbeitet. Je nach Laserleistung und Blechdicke lassen sich oft deutlich höhere Schneidgeschwindigkeiten als beim autogenen Brennschneiden realisieren.

Beim thermischen Trennen kommt es im Bereich der Schnittkante kurzzeitig zu einer sehr hohen Temperatur und nachfolgend zu einer schnellen Abkühlung. Die hieraus resultierenden Werkstoffveränderungen äussern sich in der Aufhärtung unmittelbar an der Schnittkante und einer daran angrenzenden Erweichungszone. Eine Bildpräsentation sowie Anschauungsmaterial untermalten den interessanten Vortrag.
 



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