DVS BV Gelsenkirchen

 
 

Vortragsveranstaltungen - 2013 - 3. Vortrag 26.09.


26. September 2013 - 17:30Uhr Vortrag: "Schweißarbeiten nac DVGW Arbeitsblatt GW350 im Gas- und Wsserrohrleitungsbau" Referent: Herr Klaus Nottenkämper, Gelsenwasser AG Ort: Gelsenwasser AG  Willy-Brandt-Allee 26 45891 Gelsenkirchen
Der Einladung zur „Gelsenwasser AG“ folgten 18 Teilnehmer des DVS Bezirksverbandes Gelsenkirchen zum Vortrag „Schweißarbeiten nach DVGW Arbeitsblatt GW 350 im Gas- und Wasserrohrleitungsbau“ in die Hauptverwaltung des Unternehmens. Die Gelsenwasser AG ist eines der größten Trinkwasserversorgungsunternehmen Deutschlands. Das vor 125 Jahren mit dem Namen „Wasserwerk für das nördliche westfälische Kohlenrevier“ gegründete Unternehmen ist heute ein international operierender Dienstleister für Wasser, Abwasser und Energie mit einer Vielzahl von Niederlassungen und Beteiligungen. Carsten Behlert, Betriebsleiter bei der Vereinigten Gas- und Wasserversorgung GmbH in Rheda-Wiedenbrück, eine 100% Tochter der Gelsenwasser AG, informierte zum Geschäftsbereich des Unternehmens. In der „hiesigen Region“ lag der Schwerpunkt in der Wasserversorgung und wurde später überregional erweitert. Dazu zählte die Gasversorgung und ist seit geraumer Zeit in der Wärme- und Stromversorgung sowie Abwasserentsorgung aktiv. Klaus Nottenkämper, Betriebsdirektion Lüdinghausen und verantwortlich für die Verlegung von Gas- und Wasserrohren informierte in seinem interessanten Vortrag „Schweißarbeiten nach DVGW Arbeitsblatt GW 350 im Gas- und Wasserfach“ über Regularien und Schritte bei der Stahlrohrschweißung sowie Rohrverlegungsproblematiken. An Gas- und Wasserrohrleitungen dürfen Schweißarbeiten nach GW 350 nur Firmen mit Zertifizierung nach GW 301 durchführen, die nach Rohrmaterial, -dimension und Rohrnenndruck unterschiedliche Qualitätsanforderungsstufen erfüllen. Als verantwortliche Schweißaufsichtsperson -auch für andere Betriebsstellen der Gelsenwasser AG- informierte Nottenkämper fachkundig. Zur Schweißnahtausführung gehört selbstverständlich eine entsprechende Fugenvorbereitung und Verschweißung mit „fehlerfreier Schweißnahtgüte“ der Bewertungsgruppe „B“ nach DIN EN ISO 5817. Die Problematik -Schweißen an Rohren- sind oft die Rohrenden, hier vor allem die zugeschnittenen Rohrenden, denn die sind leider vor allem bei Rohrdurchmesser gleich/größer NW 500 in der Unrundheit groß und außerhalb der Gelsenwasservorgaben. Alle Rohrenden o.g. Dimension werden deshalb vor der Verschweißung gemessen und die Unrundheit gekennzeichnet.  Nur der nach DIN EN 287-1 bzw. ab Herbst 2013 nach DIN EN ISO 9606-1 geprüfte Schweißer der unter Baustellenbedingungen die Schweißerprüfung bestanden hat, darf mit gültiger Bescheinigung bei Gelsenwasser AG schweißen. An undichten und ungenügend verschweißten alten Rohrleitungen wurde den Teilnehmern Beispiele gezeigt, wie eine Schweißnaht nicht ausgeführt sein darf. Deshalb gehört seit vielen Jahren vor und nach der Verschweißung eine umfassende Schweißfugen- und Schweißnahtqualitätskontrolle. Je nach Erfordernis der verschiedenen Schweißnahtprüfungen gehören Sichtprüfung, Oberflächenrißprüfung und Durchstrahlungs- oder Ultraschallprüfung natürlich zum Tagesgeschäft. Die Dokumentation aller wesentlichen Kontrollergebnisse hat das ausführende Rohrleitungsbauunternehmen in Verbindung mit Gelsenwasser AG zu belegen. Zwei Kurzfilme - Ausführungen von Schweißarbeiten an Stahlrohrleitungen - und die - Verlegung eines Dükers durch die Ruhr in Essen - rundeten den informativen Fachvortrag ab.
 



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