DVS BV Gelsenkirchen

 
 

Exkursion - 2014


Hoch hinaus… ging es für die 28 Mitglieder inkl. Gäste anlässlich der Exkursion am 22. Mai 2014 des DVS BV Gelsenkirchen zum neuen Kohlekraftwerk Westfalen von RWE Power AG in Hamm.War es früher der Kühlturm des stillgelegten Hochtemperatur-Reaktor THTR-300 des Kernkraftwerks Hamm, so sind es heute die beiden Kühltürme von 170m Höhe die von der A2 in Höhe Hamm Uenrtop von weitem sichtbar sind. Die Grundsteinlegung des Doppelblock-Kraftwerks erfolgte am 29.08.2008, direkt neben dem stillgelegten Kernkraftwerk.Die Inbetriebnahme der beiden Blöcke war für 2013 geplant, durch unvorhergesehene Schwierigkeiten verzögerte sich die Inbetriebnahme jedoch ein wenig. Nach eingehender Unterweisung der Teilnehmer zum Arbeitsschutz für die Besichtigung des Kraftwerkblocks, stellte Herr Tino Fischbeck in seinem Vortrag die Bauaktivitäten der neuen Kraftwerksblöcke D und E  vor. Die Kraftwerksblöcke werden mit Steinkohle betrieben. Die entstehenden Abgase werden über die jeweils zwei im inneren der beiden Kühltürme, von außen nicht sichtbaren Schornsteine, geleitet.Die Kraftwerksblöcke dienen der Erzeugung von Grund– und Mittellaststrom zur Einspeisung in das öffentliche Netz. Die elektrische Nettoleistung pro Block beträgt 765 Megawatt. Der elektrische Wirkungsgrad mit rund 46% im Nennlastbetrieb entspricht einem Optimum heutiger Technologien. Nach der Information und Mittagsimbiss ging es anschließend zur Besichtigung der Kraftwerksanlage u.a. des Kühlturms, des Block D mit seinen unzähligen Druckrohren zur Dampferzeugung, und der nach der Rauchgasentschwefelung des erzeugten Kraftwerkgipses.Anschließend ging es zum Herzstück des Kraftwerksblocks, der Turbine und dem Generator zur Stromerzeugung. „Orbital Engspaltschweißen – Entwicklung, Qualifizierung und Einsatz unter Montagebedingungen“ war das Thema von Andreas Baldus Bilfinger Piging Technologies GmbH, Werk Dortmund zum Exkursionsabschluss.Herr Baldus informierte über das vollmechanisches Orbitalschweißen Schutzgasschweißverfahren, bei dem der Lichtbogen maschinell ohne Unterbrechung 360 Grad um Rohre oder andere Rundkörper herumgeführt wird, wie es im Unternehmen Bilfinger Piping Technologies angewendet wird. Die Grundkomponenten jeder Orbitalschweißanlage sind Stromquelle mit Steuerung, Schweißkopf und gegebenenfalls Drahtvorschub. Hieraus ergeben sich u.a. Prozesssicherheit, gleichmäßiger und kontrollierter Aufbau der Naht, Einsparung von Schweißzusatzwerkstoff durch Engspalttechnologie. Die möglichen Rohrdurchmesser sind in Intervallen variabel,- von zurzeit wenigen Millimetern bis etwa 275 mm (DN 250). Dem stellv. Vorsitzenden des DVS BV Gelsenkirchen Jürgen Daldrup, war es vorbehalten, den Dank der Teilnehmer an die Verantwortlichen des Kraftwerks RWE Power zu übermitteln, dies mit einer geschmiedeten Sonnenuhr.
 



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