DVS BV Hamburg

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Blick auf den Hamburger Hafen mit der „Rickmer Rickmers“ im Vordergrund
Exklusive Einblicke – die Peking im Trockendock
Fachgespräch oder entspannter Plausch – die Abendveranstaltung auf der Rickmer Rickmers
Spannende Vorträge in der Kuppel des Hotel Hafen Hamburg, Blick auf die Elbphilharmonie inklusive

Maritim und einzigartig - 19. Tagung Schweißen in der maritimen Technik und im Ingenieurbau

Bereits zum 19. Mal jährte sich die traditionelle Tagung Schweißen in der maritimen Technik und im Ingenieurbau am 24. und 25. April 2019. Die drei Veranstalter Schiffbautechnische Gesellschaft e. V., Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e. V. – Landesverband Hamburg / Schleswig-Holstein und die SLV Nord gGmbH luden zu zwei maritimen Besichtigungen, einem Netzwerkabend und 10 Fachvorträgen ein. Dieser Einladung folgten insgesamt 140 Teilnehmer, 12 namhafte Industrieaussteller und 2 Medienpartner und genossen bei Fachvorträgen und tagungsbegleitender Industrieausstellung bei sommerlichen Temperaturen den einzigartigen Blick auf den Hamburger Hafen.

 

Hinter den Kulissen zweier traditionsreicher Werften

Die Tagung begann nach dem großen Erfolg im letzten Jahr wiederrum mit zwei Besichtigungen – diesmal mit Blohm+Voss in Hamburg und der Peters Werft in Wewelsfleeth aus der Schiffbaubranche. Traditionsreicher konnten die Besichtigungsorte kaum ausgewählt werden. Die Werft Blohm+Voss B. V. & Co. KG wurde 1877 gegründet und gilt als letzte der Großwerften im Hamburger Hafen. Der Hauptsitz in Hamburg-Steinwerder, am südlichen Ufer der Norderelbe, war von den Tagungsteilnehmern bequem zu Fuß zu erreichen. Und zwar durch den alten Elbtunnel, der im letzten Jahr Ziel einer ingenieurbaulichen Besichtigung war.

 

P wie Peking

Die Teilnehmer der zweiten Exkursion waren hingegen auf den Bus angewiesen. Die Peters Werft in Wewelsfleeth gewährte einen exklusiven Blick auf die Restaurierungsarbeiten an der Viermast-Stahlbark Peking, die übrigens am 25. Februar 1911 bei Blohm+Voss vom Stapel lief.
Seit August 2017 liegt die Peking im Dock und wird für das neue Hamburger Hafenmuseum restauriert und feingemacht. Das Wissen um alte maritime Handwerkstechniken, wie das Spleißen von Stahlseilen, existiert auch durch die lange Firmengeschichte – bereits 1871 wurde der Geschäftsbetrieb aufgenommen. Die Peking selbst gehörte zu den berühmten Flying P-Linern der Reederei F. Laeisz. Wie bei allen Segelschiffen dieser Hamburger Reederei seit 1877 üblich, beginnt ihr Name mit „P“ – sie wurde nach Chinas Hauptstadt Peking benannt. Zuletzt lag die Peking als Museumsschiff in New York und wurde im Juli und August 2017 zur Restaurierung in die Wewelsflether Peters Werft in Deutschland überführt. Sie wird das Schmuckstück des neuen Hamburger Museumshafens.

Noch voller traditionsreicher schiffbaulicher Eindrücke traf man sich am Abend an Bord des Museums-Dreimasters „Rickmer Rickmers“, um den ersten Tag festlich zu beschließen.

Der zweite Tag fand wie gewohnt im Kuppelsaal des Hotel Hafen Hamburg statt. Hochkarätige Referenten präsentierten Fachvorträge aus den vier Themenblöcken Historisches und Normatives, Verfahrensentwicklung, Lebensdauerverlängerung sowie Schweiß- und Fertigungstechnik 4.0. Den Anfang machte wieder die Peking mit einer detaillierten Betrachtung der Restaurierung mit Fokus auf die Schweiß- und Werkstofftechnik.

Weitere Vortragsthemen waren unter anderem neue Erkenntnisse der zerstörungsfreien Werkstoffprüfung im Zusammenhang mit der DIN EN 1090-2, technologische Ansätze beim Laserhybridschweißen und MSG-Engspaltschweißen oder die Optimierung schweißtechnischer Qualifizierungen für das Schweißen von Blechen für Offshoreanlagen.
Die wissenschaftlichen Aspekte im Block Lebensdauerverlängerung sind in der Tagung traditionell verankert. Die Bewertung der Schwingfestigkeit ausgeschliffener Schweißnähte war ebenso interessant wie die Schweißnahtnachbehandlung und das damit verbundene Potential an Offshore-Gründungsstrukturen.

Zu Abschluss folgte ein visionärer Blick in die schweißtechnische Zukunft, die zum Teil heute schon Realität ist: Das automatisierte hochflexible Laserschweißen von großen Träger- und Paneelstrukturen im Schiffbau sowie die additive Fertigung von Propellerflügeln.

Neben den Fachvorträgen konnten sich die Tagungsteilnehmer in einer individuellen Fachausstellung selbst von den aktuellen technologischen Trends überzeugen.

Ansprechpartner:
Dipl.-Ing. Sven Noack
Geschäftsführer
SLV Nord gGmbH, Zum Handwerkszentrum 1, 21079 Hamburg

Bildquelle: SLV Nord gGmbH


Schadensanalyse, Jahresmitgliederversammlung und Ehrungen 2019

Dr. Freyer - Fa. Element Material
25-jährige Mitgliedschaft

Von der Notwendigkeit einer Schadensanalyse ist der DVS-Bezirksverband Hamburg weit entfernt. Dr. Manfred Feyer, Geschäftsführer von Element Materials Technology Hamburg GmbH zeigte dagegen an einigen exemplarischen Beispielen, dass die Schadensanalyse in der Schweißtechnik eine spannende Disziplin ist, die systematisch nach Richtlinie VDI 3822 angegangen werden kann.
Dr. Feyer führte dabei u.a. auf, dass auch die Konstrukteure die Normen für die Qualifizierung von Materialien kennen müssen, um die Datenblätter richtig interpretieren zu können.


Nach diesem spannenden und humorvollen Fachvortrag, startete die Jahresmitgliederversammlung des DVS-Bezirksverbandes Hamburg mit dem Bericht des Vorstandes. So hat sich die Anzahl der Mitglieder auf einem hohen Niveau stabilisiert, nachdem sie in den letzten 10 Jahren um 70% auf aktuell 769 Mitglieder angewachsen ist.
Ähnliches gilt für die Teilnehmerzahl am Schweißtechnischen Kolloquium, die sich in den letzten 10 Jahren verdoppelt hat. Und auch der Wettbewerb "Jugend schweißt" wurde mit mehr als 30 Anmeldungen auf Bezirksebene in 2019 sehr gut angenommen. Der Bericht von Christian Löffler zeigte in Bildern und per Video eindrucksvoll, dass die Teilnehmer neben der Herausforderung des Wettbewerbs viel Spaß hatten. Dank der Großzügigkeit der Sponsoren konnten alle Teilnehmer mit hochwertigen Sachpreisen bedacht werden.


Es folgte die Ehrung der langjährigen Mitglieder und der Vorstand freute sich, einige von Ihnen persönlich ehren zu können. So wurde Prof. Dr.-Ing. Lutz Müller für seine 40-jährige Mitgliedschaft geehrt und die Herren Jörn Behrends und Ernst-Dietmar Buchmann bekamen für ihre 25-jährige Mitgliedschaft ihre Urkunden überreicht.


Gleich drei Mitglieder des Vorstandes des Bezirksverbandes wurden für Ihre langjährigen, erfolgreichen, ehrenamtlichen Tätigkeiten vom DVS mit Ehrennadeln ausgezeichnet.
Dipl.-Ing. Ralf Biegert erhielt die Ehrennadel in Gold, Dipl.-Ing. Oliver Steffen und Dipl.-Ing. Sven Noack erhielten die Ehrennadeln in Silber. Die Laudatoren zählten jeweils eine lange Liste von Positionen und Tätigkeiten auf, so dass die Mitglieder ermessen konnten, dass beträchtliche Leistungen in "Arbeit (pro) und Zeit" für den regionalen Verband und seine Mitglieder erbracht wurden.


Abschließend folgte eine kurze Zusammenstellung der (vergangenen) Angebote des DVS-BV Hamburg, die Mitglieder im Rahmen Ihrer Mitgliedschaft nutzen können:
Der Arbeitskreis der Schweißfachingenieure unter der Leitung von Dipl.-Ing. Daniel Engel sowie der Arbeitskreis der Schweißfachmänner unter der Leitung von Dipl.-Ing. Christiane Pohlmann führten mehrere, sehr interessante Exkursionen durch, wie auf der Homepage des BV Hamburg nachgelesen werden kann.
Es wurden sechs Donnerstagsveranstaltungen abgehalten und natürlich die großen Events, das „Schweißtechnische Kolloquium“ an der HAW, die Tagung „Schweißen in der maritimen Technik und im Ingenieurbau“ im Hotel Hafen Hamburg.
Der "5. Abend der Schweißtechnik" war auch 2018 mit 320 Besuchern eine sehr erfolgreiche Veranstaltung. 26 Aussteller und der TÜV Nord als Großsponsor stellten Neuheiten in vielen Bereichen der Schweißtechnik aus und sorgten bei Grill und Getränken für eine angenehme Atmosphäre zum Netzwerken.


Erstmalig findet am 19. September 2019 ein "Schweißtechnischer Nachmittag" statt. Er löst die „Vortrags- und Diskussionsveranstaltung für Schweißtechnische Fachleute“ ab und wird im zweijährigen Wechsel mit dem „Abend der Schweißtechnik“ an der SLV Nord stattfinden.


Diese und alle weiteren Veranstaltungen werden demnächst wieder per Veranstaltungsprogramm und auf der Webseite des DVS-Bezirksverbandes Hamburg, dort auch zum Download, bekanntgegeben.
Der Vorstand bedankt sich für Ihr Vertrauen und freut sich über eine rege Teilnahme.


07.04.2019 Dr. T.Bade



 


 

DVS-Arbeitskreis Schweißfachmänner zu Besuch bei Element Material Technology

Im Januar schaute der Arbeitskreis Schweißfachmänner des DVS BV Hamburg über den eigentlichen Fokus einer Schweißaufsicht hinaus.

Der AK SFM war mit 20 Teilnehmer zu Besuch bei Element Material Technology in Hamburg Harburg. Nach der Vorstellung des international tätigen Unternehmens und seiner vielfältigen Aufgabenbereiche durften die Schweißfachmänner bei einem Laborrundgang ganz neue Dimensionen der Werkstoffprüfung bestaunen. Auch wenn allen Schweißfachmännern die Probenvorbereitung und die Standard-Untersuchungen an Schweißnähten nicht fremd sind, so waren doch die Schnelligkeit der Vorbereitung, die z.T. sehr großen oder erstaunlich kleinen Abmessungen der Prüfstücke und die automatisierte Erstellung von Probensätzen sehr beeindruckend.

Bei dem Laborrundgang wurden Verfahren zur Materialuntersuchung vorgestellt und diskutiert. Es gab bekannte Verfahren wie z.B. das digitale Röntgen oder die Anfertigung von Schliffen zu sehen, aber auch Untersuchungs-Varianten, die die meisten noch nicht gesehen hatten wie z.B. automatisierte Härteprüfungen oder Rasterelektronenmikroskopie.

Der eigentliche Blick über den Fokus hinaus kam aber erst später. In dem anschließenden Vortrag gab Dipl.-Ing. Holger Tiedemann – selber Schweißfachingenieur und Frosio Inspector Level III – einen Überblick über den Korrosionsschutz auf der Baustelle. Der Vortrag „Von der Konstruktion bis zur Applikation und Prüfung“ erläuterte die verschiedenen Schritte des Auftragens und Prüfens bei der Erstellung eines wirksamen Korrosionsschutzes. Neben vielen Beispielen aus der Praxis war auch Zeit für Fragen und Diskussionen, z.B. Probleme während der Konstruktion von geschweißten Bauteilen, wenn verschiedene Anforderungen denen des Korrosionsschutzes widersprechen.

Aus Sicht des Arbeitskreises ein rundum gelungener Abend mit vielen Informationen, neuen Ansätzen für die tägliche Arbeit und einem sehr engagierten und kompetenten Ansprechpartner. Interessierte finden weitere Informationen unter dem Link www.element.com/Locations/Europe/Hamburg; .

Dipl.-Ing. Christiane Pohlmann

 


 

Kurzweilige Vorträge und intensives Netzwerken zum Jubiläum

Über 200 Teilnehmer, unter ihnen der Hauptgeschäftsführer des DVS e.V. Dr.-Ing. Roland Böcking, trafen sich zum 30. Schweißtechnischen Kolloquium auf Einladung des DVS-Bezirksverbandes Hamburg, der HAW Hamburg und der SLV Nord an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) am 05.02.2019.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des DVS-Bezirksverbandes Hamburg gab Dr.-Ing. Böcking einen Überblick über die Wirtschaftsleistung der 450.000 Beschäftigten im Bereich FTB (Fügen, Trennen, Beschichten), die alle vier Jahre im Rahmen einer Wertschöpfungsstudie ermittelt wird. Jeder Euro Umsatz in diesem Bereich ist Grundlage für weitere 18€ Wertschöpfung in anderen Bereichen. Das zeigt u.a. den bedeutsamen Stellenwert des Bereiches FTB in Deutschland.

„Die Elbphilharmonie war ein Schnäppchen für die Stadt Hamburg.“ Mit dieser Feststellung überraschte Dipl.-Ing. Stephan Böhling in seinem Vortrag das Auditorium. Es folgte eine Schilderung der stahlbaulichen Herausforderungen, die den auf Backstein thronenden „schmelzenden Eisberg“ zu einem weltweit einzigartigen Gebäude machen. Der Konzertsaal, ist auf Federpakten gelagert und so vom Lärm des Hafens entkoppelt. Dazu wurde in einer äußeren Schale über Federn ein innere Schale aufgehängt und in dieser wiederum eine Schale als sichtbare Innenwand des Konzertsaales. So einfach die Idee, so kompliziert war die Umsetzung. Alle stahlbaulichen Komponenten dafür sind von Hand geschweißte Unikate.

Es folgte eine Kaffeepause mit warmen Brezeln und  intensivem Gedankenaustausch mit neuen und alten Bekannten.

Im anschließenden Vortrag über Automatisierung im Stahlbau berichtete Dipl.-Ing. Kovacec von der Firma Zeman über die Fertigung von Wellstahlträgern, die gegenüber herkömmlichen Stahlträgern ein um 25% geringeres Gewicht aufweisen. Mit ihrem Steel-Beam-Assembler werden in Träger innerhalb von einer Minute Kopfplatten und Stege bis 200kg eingeheftet. Das Ganze auf Basis der CAD-Daten, so dass es keine Fehlplatzierungen gibt. Gegenüber dem Schweißen von Hand ergibt sich damit eine Zeitersparnis von bis zu ca. 60%, wobei der Löwenanteil der Einsparung auf den Zusammenbau entfällt. Das Ausschweißen kann wahlweise mit einem oder zwei Robotern erfolgen. Die notwendigen Anbauteile werden von einer Plattensortieranlage bereitgestellt. Weltweit hat die Fa. Zeman 30 Anlagen aufgebaut.

Auftragsschweißen betreibt die Fa. Gall & Seitz in Perfektion mittels Laser-Pulver-Auftragsschweißen wie Dr.-Ing. Florian Wagner in seinem Vortrag ausführte. Dabei hat sich die Firma in den letzten 130 Jahren von der Schiffsreparatur in alle Bereiche der Industrie ausgedehnt und auf die geometrische Korrektur und das Aufbringen von Verschleißschutz auf hochwertige Komponenten spezialisiert. Dabei werden Laser im Bereich 1-3kW eingesetzt und WEZ von 0,2mm erreicht. Das ermöglicht die Aufarbeitung von Flugzeugturbinen aus Titan oder Kolben aus GGG60.

Nach der „besonderen Mittagspause“  eröffnete Dr.-Ing. Mario Kusch mit einem kritischen Vortrag zur Berechnung der T8/5-Zeiten nach der DIN EN 1011 den Nachmittag. Er führte aus, dass die Grundlagen für diese Norm bereits um das Jahr 1960 gelegt wurden und z. T. nicht mehr zu den neu entwickelten hochfesten Werkstoffen passen. Der thermische Wirkungsgrad, die Formfaktoren und die Schweißleistung sind dabei besonders herausfordernde Parameter, die z.T. korrekturbedürftig bzw. schwer zu ermitteln sind, auch mit den heutigen modernen Stromquellengenerationen. Fazit war, dass man unter Zuhilfenahme der Norm oft zu kurze T8/5-Zeiten im Rahmen einer grafischen oder berechnenden Ermittlung erhält, so dass mit Kaltrissen zu rechnen ist. Bei „sensiblen Werkstoffen“ sollte die T8/5-Zeit gemessen werden, so die abschließende Empfehlung.

Als nächstes stellte der geschäftsführende Gesellschafter Dipl.-Ing. Frank Hohmann der Firma ITH GmbH die aktuellen Herausforderungen mit Schraubverbindungen im Stahlbau vor.  Beindruckend hierbei war zu erkennen, dass es sich bei dem Thema Schrauben um eine fachlich intensive und z.T. sehr wissenschaftlich fundierte Herangehensweise handelt. Know How und geschultes Personal mit passendem Equipment sind gefragt, um Schrauben von M 20 bis M 72 zu verarbeiten. An Praxisbeispielen zeigte sich, dass diese großen Dimensionen keine Seltenheit, vor allem in der Herstellung von Windkraftanlagen, sind.

Dipl.-Ing. Gregor Machura leitete mit einem Vortag zur DIN EN 1090-2 2018:09 den letzten Abschnitt des Tages ein. Er wies auf die Veränderungen der aktuellen Ausgabe zum bisherigen Normenstandard hin und beantwortete alle Fragen zu Inhalten, die mehrdeutig ausgelegt werden können.

Der bildreiche Vortrag von Prof. Dr. Claus Mattheck über die Körpersprache der Bauteile mit vielen plastischen Schilderungen bildete den humorvollen, neue Einblicke gebenden Höhepunkt und Abschluss des Jubiläums. Mithilfe von veranschaulichenden Methoden, bspw. dem Schubviereck ermittelte Prof. Mattheck die Ursachen von Mauerrissen, Schüttungswinkeln und Ermüdungsbrüchen - „ Für die Gürtelschnalle ist jeder Atemzug ein Lastspiel“, sagte Prof. Mattheck humorvoll. Anhand von Zugdreiecken führte er weiter aus, dass die „Ingenieurskerbe“ (Viertelkreis) nur beim Vorliegen von horizontalen und vertikalen Kräften die optimale Lösung ist. In der Natur findet man dagegen die Form eines Flusskiesels, Fisches, Auges, … es handelt sich dabei um eine Art der Optimierung durch Versagen. Wenn der Baum vom Wind umgekippt wurde, handelt es sich um eine Optimierung. Diese kurzen Auszüge können leider nicht den Inhalt und die Atmosphäre des Vortrages wiedergeben, man muss ihn erlebt haben  www.mattheck.de .

Damit fand ein sehr interessanter Tag auf humorvolle Weise seinen besonderen Abschluss. Den Anwesenden wird er im Gedächtnis bleiben und alle anderen können sich auf 2020 freuen.

10.02.2019 Dr. Thomas Bade    Bildquelle: DVS Bezirksverband Hamburg

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AK SFM im November zu Besuch bei Grimm Schweißtechnik

Traditionell am letzten Donnerstag im Monat traf sich der DVS-Arbeitskreis Schweißfachmänner, dieses Mal zu einer Exkursion zur Firma Grimm Schweißtechnik.

Nach einer herzlichen Begrüßung mit Kaffee und Kuchen gab es erste Einblicke in die spannende Welt der Automatisierung von Schweißprozessen, insbesondere WIG mit Kaltdraht- und Heißdraht-Zufuhr.
Wie wir sehen durften, sind neben dem eigentlichen Schweißprozess viele weitere Punkte zu berücksichtigen, wie schnelle Motorsteuerungen, exakte und einfach zu bedienende Spannvorrichtungen oder alle Aspekte der gassparenden Formiertechnik.
Interessant war auch, dass die Kunden eigentlich nur die Aufgabe definieren und erst in vielen Planungsgesprächen und Simulationen festgelegt wird, welche schweißtechnische Lösung letztlich die richtige ist.
Vom langjährigen und einmaligen KnowHow der Firma Grimm Schweißtechnik konnten wir uns dann anhand vieler interessanter Schweißprobleme und deren Lösungen überzeugen.
So richtig spannend für die meisten wurde es dann, als wir einen Einblick in das Schweißen von Treibstofftanks für Raketen bekamen. Es wurde viel nachgefragt und diskutiert, eben ein echter Erfahrungsaustausch mit hochmotivierten Fachleuten.
So wurde es auch ein langer Abend, für den wir uns bei der Firma Grimm Schweißtechnik herzlich bedanken.

30.11.2018 cpo 

 


 

DVS-Arbeitskreis Schweißfachmänner besichtigt Biogasanlage Bioenergie Geest bei Apensen

Am Donnerstag, den 25.10.2018, trafen sich einige Teilnehmer (nur die Härtesten vom harten Kern), des AK SFM des DVS-Bezirksverbandes Hamburg zur Besichtigung der Biogasanlage bei der Gemeinde Apensen.
Für unseren Teilnehmer Thomas Malicki ein Heimspiel, hat er doch selber als ehemalige verantwortliche Schweißaufsichtsperson des damaligen Anlagenbauers die Qualität der dortigen Schweißnähte zu verantworten.
Auf Einladung eines der Geschäftsführer, Sven Plorin, bot sich eine wahrhaft vorzeigbare Biogas- und Aufbereitungsanlage zur Besichtigung an. Die anschaulich durch den Geschäftsführer erläuterte Anlagentechnik ist deutlich komplexer und umfangreicher als man meinen würde. Auch auf kritische Hinterfragungen bezogen auf Umweltaspekte wurde sachlich und konstruktiv eingegangen. Schließlich möchte die Anlage, welche zwar in der Lage ist 4500 Vierpersonen-Haushalte mit Strom und Gas vollständig zu versorgen auch täglich mit ca.100 Tonnen Mais-Silage gefüttert werden und der muss ja irgendwo her kommen. Letztendlich zeigt sich hier bei dieser Anlage, das, wenn man es mit dem richtigen Sachverstand und durchdacht aufzieht, eine solche Anlage sehr wohl nachhaltig zu unser aller Versorgung mit Energie beitragen kann.
 
Ansprechpartner Herr Malicki
                                                                                                      
Bildquelle: SLV Nord gGmbH

 


 

5. Abend der Schweißtechnik – ein Erfolg

Bereits zum 5. Mal fand der traditionelle Abend der Schweißtechnik in Hamburg statt. Es bestehen keine Zweifel, es bleibt die größte schweißtechnische Veranstaltung im Norden, das zeigen die wiederum tollen Besucher- und Ausstellerzahlen.
Dieses Veranstaltungsformat kommt an!

5. Abend der Schweißtechnik - neueste Entwicklungen rund ums Schweißen

320 Besucher und Gäste, 26 Aussteller, 1 Sponsor und zwei beeindruckende noch nie gesehene abendliche Vorführungen im Dunkeln bei angenehmen trockenen Außentemperaturen inkl. je 350 Steaks, Bratwürsten und Buletten vom Grill – das ist in aller Kürze der erfolgreiche 5. Abend der Schweißtechnik am 27.09.2018 an der SLV Nord im ELBCAMPUS, dem Kompetenzzentrum der Handwerkskammer Hamburg.

Zum wiederholten Mal ein gelungener Auftakt für die Veranstaltungsreihe des DVS- Bezirksverbandes Hamburg

In seiner Begrüßung zum 5. Abend der Scheißtechnik im Hörsaal des ELBCAMPUS brachte der stellv. Vorsitzende des DVS-Bezirksverbandes Hamburg Dipl.-Ing. Sven Noack die Bedeutung der Veranstaltung zum Ausdruck: „Ihnen und all unseren Mitgliedern und Gästen scheint dieses Format einer Fachveranstaltung verknüpft mit guter Laune, freundschaftlich-kollegialem Austausch und einem Bier und einer Wurst in der Hand zu gefallen. Ebenso finden Sie als Besucher offenkundig Gefallen daran, durch die mittlerweile eindrucksvoll große und vielseitige Ausstellung zu pilgern und dabei in ungezwungener Atmosphäre Gespräche zu führen. Nicht zuletzt darf man sich sicher sein, dass man Freunde, Wegbegleiter und Fachkollegen hier wiedersieht, die man womöglich schon lang nicht mehr getroffen hat.“

Eröffnung der Veranstaltung im vollen Hörsaal

Der Eröffnungsvortrag von Herrn Sebastian Derrix, B. Eng., der Fa. Welding Alloys Deutschland GmbH informierte über ein beeindruckendes Schweiß- und Reparaturkonzept für Mahlwerkzeuge zum verbesserten Verschleißschutz an Gutbett-Walzenmühlen. Das neu entwickelte Konzept umfasst eine völlig neue Art des Lagenaufbaues mit verschiedensten Schweißzusatzwerkstoffen mit noch höherem Widerstand gegen Abrasions- und Schlagbeanspruchung. Neben deutlich höheren Standzeiten der Mahlwerkzeuge ist mit der neuen Technologie eine erhebliche Reduzierung des Reparatur- und Instandhaltungsaufwandes möglich.

Darstellung des Reparaturkonzeptes der Fa. Welding Alloys

Im Anschluss konnten sich alle Besucher in den Räumen der Schweißwerkstatt und den angrenzenden Außenbereichen der SLV Nord über die neusten Entwicklungen rund ums Schweißen informieren. Mehr als 300 Besucher und Gäste, darunter eine Vielzahl DVS-Mitglieder, verbrachten einen inspirierenden Abend und informierten sich über neueste Entwicklungen in den Bereichen Stromquellen, Schweißausrüstung, Vorwärmen, Schweißnahtvorbereitung und Nachbehandlung, Automatisierung, Virtuelles Schweißen, Arbeitssicherheit, Technische Gase, Absaugtechnik und andere technische Innovationen.

Eindrucke im Ausstellungsbereich

Als besonderer Gast brachte Dr.-Ing. Roland Böcking, Hauptgeschäftsführer des DVS e.V. der Veranstaltung seine persönliche Aufmerksamkeit und Wertschätzung entgegen. Herr Dr. Böcking nutzte die Gelegenheit, mit Vertretern des DVS-Landesverbandes Hamburg/Schleswig-Holstein und einer Vielzahl von ausstellenden Firmen über die neuesten Trends zu resümieren.

Dr.-Ing. Roland Böcking (Hauptgeschäftsführer des DVS) (li.) mit Prof. Dr.-Ing. Lutz Müller (Vorsitzender des DVS LV HH/SH), Dipl.-Ing. Michael Runzka (Geschäftsführer des DVS LV HH/SH), Dipl.-Ing. Sven Noack (stellv. Vorsitzender des DVS BV Hamburg) nebst Industrievertretern

Eindrucksvolle Vorführungen – noch nie gesehen

Zu fortgeschrittener Stunde und Dunkelheit folgten zwei aufeinanderfolgende Demonstrationen der Fa. Linde AG, Hamburg und der Fa. Welding Alloys Deutschland GmbH, Wachtendonk.

Die Fa. Linde präsentierte im Rahmen der abendlichen Vorführung LINDOFLAMM®-Sonderbrenner, die zum Einschmelzen von thermisch gespritzten Schichten, Flammrichten und Vorwärmen eingesetzt werden. Das Highlight der Vorführung bildete dabei die Demonstration eines wassergekühlten Sonderbrenners (LF-M-W 14/28), der bei einem Acetylenverbrauch von 25m³ eine Leistung von 390 KW abrufen und zum Flammenrichten sowie Einschmelzen von thermisch gespritzten Schichten eingesetzt werden kann. Weiter wurde ein handgeführter Acetylen/Sauerstoff Sonderbrenner (LF-H 16), mit einer Leistung von 250 KW präsentiert, der beim Flammrichten von dickwandigen Bauteilen angewandt wird. Den Schluss der Präsentation bildete die Vorstellung eines Acetylen/Druckluft Sonderbrenners (LF-H 8X2D-K) mit 8 Brennerköpfen der zum Vorwärmen von Rohrsegmenten ab einem Durchmesser von 4 m eingesetzt wird. Die imponierende Vorführung zeigte das es über die Standardbrenner hinaus, Sonderbrenner für Standard- und Sonderanwendungen gibt, die einen Prozess optimieren können.

Demonstrationen der LINDOFLAMM® Sonderbrenner LF-M-W 14/28 und LF-H 8X2D-K

Danach folgte eine eindrucksvolle Demonstration des mechanisierten Abfugens mit pulver-gefüllter Drahtelektrode. Das Abfugen erfolgte am Beispiel eines Mahlwerkzeuges aus einer Vertikalringmühle mit einem Fülldraht im Durchmesser 2,4 mm, einer Drahtvorschubgeschwindigkeit von 4-5 m/min, einer Stromstärke >500A bei ca. 38 - 42 V Schweißspannung und einem freien Drahtende von >30 mm. Das Verfahren dient zum Abtragen von beschädigten Verschleißschutzschichten um eine Basis für eine erneute Auftragsschweißung zu schaffen. Ein eindrucksvoller Lichtbogen erbringt unvergessliche und noch nie gesehene Eindrücke in dieses so wichtige, aber spezielle Verfahren.

Abfugen mit pulver-gefüllter Drahtelektrode

Der Vorstand des DVS-Bezirksverbandes Hamburg dankt allen Ausstellern, Sponsoren und Partnern, die diese einzigartige und in Erinnerung bleibende Veranstaltung ermöglicht haben. Insbesondere gilt der Dank den ausstellenden und abendlich-vorführenden Firmen für ihr besonderes Engagement. Alle Firmen und Unterstützer sind mit Herzblut, hohem Engagement und Leidenschaft dabei. Für uns alle ist diese Art von komprimierter Fachveranstaltung an einem Abend immer ein freudiges und emotionales Erlebnis.
Wir freuen uns auf den 6. Abend der Schweißtechnik, der bereits für September 2020 geplant ist. Sie sind herzlich eingeladen, sich mit Vorschläge und Anregungen zu beteiligen.
Weitere Eindrücke finden Sie Opens internal link in current windowhier.

Ansprechpartner:
Dipl.-Ing. Sven Noack , Stellvertretender Vorsitzender des BV Hamburg und Geschäftsführer /Leiter der SLV Nord gGmbH, E-Mail: snoack@slv-nord.de

 


 

Team Germany gewinnt Silber beim Arc Cup 2018 in China

Team Germany holt Silber! Diese gute Nachricht möchten im Augenblick viele Deutsche hören. Hier geht es aber nicht um die Fußball-Weltmeisterschaft, sondern um den internationalen Schweißwettbewerb Arc Cup 2018 in Zhuzhou, China. Die besten jungen Schweißer aus Deutschland haben vom 6. bis 10. Juni gezeigt, dass sie auch weltweit saubere Schweißnähte abliefern.

Sebastian Greiner, Louis Harder, Ruben Siems und Dennis Spicher heißen die vier Schweißerhelden, die zusammen mit ihrem Teamleiter Ronald Pajuelo, Department Manager bei Liebherr-Nenzing Service GmbH in Hamburg, den zweiten Platz in der Teamwertung erreichten. In den vier Schweißdisziplinen Gasschweißen (311), Lichtbogenhandschweißen (111), Metall-Aktivgasschweißen (135) und Wolfram-Inertgasschweißen (141) haben insgesamt 67 Schweißer aus 20 Ländern mit ihren Betreuern am Arc Cup teilgenommen. Bewertet wurde sowohl die Einzel- als auch die Teamleistung. Zusätzlich gab es noch den Wettbewerb „finish product welding“, bei dem ein Schweißer mit allen Verfahren ein Bauteil anfertigen musste.

Ein Grund für das gute Abschneiden des Team Germany sieht Coach Pajuelo in der guten Vorbereitung. „Eine Woche vor dem Start hatten die vier Schweißer die Möglichkeit, sich in dem Liebherr Werk Rostock (Liebherr Akademie) zu treffen und sich auf den Wettkampf vorzubereiten. Das hat die vier unterschiedlichen Persönlichkeiten auch als ‚Team‘ zusammengeschweißt.“ Und gerade das Team-Gefühl hat die vier Jungs so weit gebracht.

Pajuelo betont, dass die Vorbereitung und die Reise zum Arc Cup ohne das Engagement des DVS – Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e. V., der Helfer und der vielen Sponsoren nicht möglich gewesen wäre. Vor allem dankt der Teamleiter den Unternehmen, die ihre besten Nachwuchsschweißer für den Schweißwettbewerb frei gestellt haben.

Die Unternehmen hatten bereits im vergangenen Jahr ihre „Jungs“ auf diese Weise unterstützt. Denn Sebastian Greiner, Louis Harder, Ruben Siems und Dennis Spicher konnten ihre ersten Erfahrungen, vor einem großen Publikum zu schweißen, schon 2017 beim DVS-Bundeswettbewerb „Jugend schweißt“ sammeln. Dieser Schweißwettbwerb wurde auf der Weltleitmesse SCHWEISSEN & SCHNEIDEN im September in Düsseldorf ausgetragen. Die vier Gewinner des deutschen Wettbewerbs erhielten als Anerkennung für ihre Leistung die Einladung nach China. Das Fazit des Team Germany: Ein internationaler Erfahrungsaustausch mit Nervenkitzel und jeder Menge Spaß.

Martina Esau, Düsseldorf, 25. Juni 2018, Bild-Quellen R. Pajuelo / Fa. Liebherr, Arc Cup Comitee

 


 

2. Sitzung AK SFI

Am 09.05.2018 trafen sich 22 Schweißfachingenieure auf Einladung des Obmanns Herrn Engel zur 2. Arbeitskreissitzung im Hörsaal der SLV Nord.

Neben der zukünftigen Kommunikationsstrategie im Arbeitskreis – Interessierte Schweißfachingenieure, die sich noch nicht zu einer der Sitzungen angemeldet hatten und Interesse an einer Mitarbeit haben müssen sich zukünftig direkt beim Obmann Herrn Engel unter der E-Mail ak-sfi-hh@dvs-hs.de anmelden – stand ein Anwenderbericht zur Definition der Schweißnahtlänge gemäß DIN EN ISO 2553 im Vordergrund. Schnell wurde klar, dass im Allgemeinen und oberflächlich ein nachvollziehbares Verständnis für die Sichtweise einer Schweißnahtlänge herrscht, im Detail und in Abhängigkeit der Ausführung unter Berücksichtigung der verschiedenen Normen und Regelwerke keine eindeutige harmonisierte Definition zu finden ist. In der tiefen Diskussion ergaben sich neue und kontroverse Erkenntnisse zum Sachverhalt. Das Gremium befand das Thema für richtig, in diesem Kreis umfassend zu diskutieren.

Für die zukünftigen Sitzungen wurden ergänzende Aspekte zu Themenschwerpunkten erörtert. Dabei besteht für alle Teilnehmer und Interessierte die Möglichkeit unter der bereits genannten Emailadresse Vorschläge zu Vortragsthemen und Vortragenden zu übermitteln. Weiterhin wurden noch mögliche Ziele zu geplanten Exkursionen erörtert. Auch hier besteht die Möglichkeit Vorschläge und Gelegenheiten zu übermitteln. Die gelungene Veranstaltung fand bei einem kulinarischen Erfahrungsaustausch ihr Ende. Die 3. Sitzung ist für den Herbst 2018 geplant.

 


 

Traditionell und Hochkarätig - 18. Tagung Schweißen in der maritimen Technik und im Ingenieurbau

Bereits zum 18. Mal luden die drei Veranstalter Schiffbautechnische Gesellschaft e. V., Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e. V. – Landesverband Hamburg / Schleswig-Holstein und die SLV Nord gGmbH zur Tagung. Insgesamt 150 Teilnehmer, 9 namhafte Aussteller und 2 Medienpartner folgten dieser Einladung und genossen neben Fachvorträgen und Industrieausstellung den einzigartigen Blick auf den Hamburger Hafen.

Zwei Möglichkeiten zur Besichtigung deutscher Ingenieurskunst
Die Tagung begann erstmalig mit zwei Besichtigungen aus der Branche des Ingenieurbaus. Zeitlich extremer konnte der Unterschied zwischen den beiden Bauwerken kaum sein. Der St. Pauli-Elbtunnel, umgangssprachlich allen als „Alter Elbtunnel“ bekannt, wurde 1911 eröffnet, ist 426,5m lang und verbindet mit zwei Tunnelröhren die nördliche Hafenkante bei den Landungsbrücken mit der Elbinsel Steinwerder. Er gilt seit seiner Eröffnung als technische Sensation.

Das Vattenfall Heizkraftwerk Moorburg, erbaut ab 2007 gilt als eins der modernsten, aber auch umstrittensten Kohlekraftwerke Deutschlands im Hamburger Stadtteil Moorburg.  2015 in Betrieb genommen, erzielt es eine Nettoleistung von 2x 818 bis 827 MW Netzeinspeisung.
Knapp 80 Teilnehmer sammelten Eindrücke und Besonderheiten der beiden Bauwerke. In beiden Besichtigungen konnten die Teilnehmer Einblicke erhalten, die der „normale Besucher“ so nicht erhält.

Die Abendveranstaltung fand traditionell auf dem Museums-Dreimaster „Rickmer Rickmers“ in außergewöhnlicher maritimer Atmosphäre statt. Neben fachlichem Austausch die perfekte Gelegenheit zum Klönschnack, oder neudeutsch: Netzwerken.
Das Tagungsprogramm am folgenden Tag vermittelte eine Vielzahl interessanter Vorträge in vier Themenblöcken mit hochkarätigen Referenten.

Im ersten Teil der Vortragsveranstaltungen standen perspektivische Aspekte am derzeit allgegenwärtigen „Modebegriff 4.0“ bezogen auf die „Schweißtechnik 4.0“ und den normativen Veränderungen hinsichtlich Schweißerqualifikationen in der maritimen Industrie im Fokus.
Traditionell verankert, folgten im zweiten Themenblock die Aspekte Festigkeit und Bemessung, im Speziellen Schwingfestigkeit, Bruchmechanik und Kerbwirkung.
Für Anwender war der dritte Teil mit vielseitigen Forschungserfahrungen in der Schweiß- und Prüftechnik von Interesse. Der Blick reichte über die Härtemessung, das UP-Plasmaschweißen bis hin zu werkstofflichen Einflusskriterien hinsichtlich Wärmeeintrag und Schweißfolge.
Mit einem kooperativen Blick nach China endete die 18. Tagung. Chancen und Risiken einer maritimen bzw. ingenieurtechnischen Zusammenarbeit wurden hierbei allgemein und an einem speziellen Projekt des Laserstrahlschweißens eindrucksvoll dargestellt.
Weitere Opens external link in new windowBilder der Tagung.

 

Call for Papers 2019
Nach der Tagung ist bekanntlich vor der Tagung. Bis zum 24. August 2018 können für die kommende Veranstaltung am 24./25. April 2019 Vorschläge für Themen im Tagungsbüro unter tagungsbuero@slv-nord.de eingereicht werden.

Das neue Call for Papers 2018 zum Opens external link in new windowDownload.


Ansprechpartner:
Dipl.-Ing. Sven Noack
Geschäftsführer
SLV Nord gGmbH, Zum Handwerkszentrum 1, 21079 Hamburg

 


 

Alles neu oder alte Hüte?

Am Donnerstag, den 26.04.2018 traf sich der DVS-Arbeitskreis Schweißfachmänner an einem für Hamburgs verkehrstechnische Entwicklung bedeutenden Bauwerk, der neuen Haltestelle für die U-Bahn-Linie U4.

Während einer beeindruckenden Führung über die Baustelle mit interessanten Hintergrundinformationen haben wir viel gelernt und noch mehr gestaunt.

Die eigentliche Konstruktion der U-Bahn-Haltestelle ist einer in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelten Dachkonstruktion von Friedrich Zollinger (1880-1945) nachempfunden. Diese Konstruktion setzt sich aus einem Geflecht zusammen, dass im Schnitt aus zwei Radien besteht. Ein berühmter Nachahmer dieser Bauart war Otto Junkers mit dem Bau seiner mobilen Flugzeug-Hangars.

Die Hamburger Hochbahn hat ein sehr ähnliches Konstrukt mit vielen Extras errichten lassen, das die Herzen aller schweißtechnisch Interessierten höher schlagen lässt.

Die Konstruktion, die sich über die Zweibrückenstraße erstreckt wurde mit ca. 100mm vorgespannt, um dann unter der Last des Gesamtgewichtes eben zu sein. Umgesetzt hat man das, indem die Brücke mit Wasserlasten in die Ebene gebracht wurde, die dann Stück für Stück mit dem eingebrachten Gewicht der Konstruktion entlastet wurden.

Alle verwendeten Doppel-T-Träger sind in sich verdreht und wurden speziell angefertigt. Dazu wurden die Profile einzeln gebogen und anschließend verschweißt. Einer der Überwachenden Bauingenieure bezeichnete die Arbeiten als „Pest in Dosen“, was man im Angesicht der komplizierten Radien durchaus nachvollziehen kann.

Ca 40% des Gesamtgewichtes werden durch den eingebrachten Stahl, die restlichen 60% durch die eingefügten Glasscheiben bestimmt. Die Glasscheiben wurden inkl. Sicherungsseilen und Stoßdämpfern in die Skelettbauweise eingefügt und im oberen Bereich sogar rutschhemmend beschichtet um spätere Reinigungsarbeiten zu ermöglichen.

Interessenten sollten sich unbedingt auch die Videos auf der Internetseite der Hamburger Hochbahn AG ansehen.

Abschließend muss man anerkennend sagen: Die Hamburger Hochbahn AG hat sich bei großen Meistern Ideen geholt und modern umgesetzt. Wir vom AK SFM waren durchweg begeistert freuen uns schon auf die erste Fahrt mit der U4 an die Elbe.

02.05.2018 cpo

 


 

Jahresmitgliederversammlung und Ehrungen 2018

Der Vorstand des DVS BV Hamburg berichtete über seine Arbeit und die weitere konsequente Fokussierung auf die Interessen der Mitglieder. Um es vorweg zu nehmen: Hamburg ist weiterhin der größte Bezirksverband und konnte entgegen dem Bundestrend auch in 2017 steigende Mitgliederzahlen vorweisen. Alle weiteren Details finden Sie im Opens internal link in current windowBericht.


An dieser Stelle möchten wir hingegen einige Highlights der bisher größten Mitgliederversammlung hervorheben. So freute es den Vorstand, dass er Herrn Louis Harder von der Liebherr Nenzing Service GmbH beglückwünschen konnte. Herr Harder wurde Bundessieger im Lichtbogenhandschweißen des 12. Bundeswettbewerbs „Jugend Schweißt“ und gleichzeitig Zweitplatzierter im internationalen Wettbewerb „Young Welders Competitions 2017“. Anschließend schilderte Herr Harder in einem launigen Vortrag, welche Hindernisse er dafür überwinden musste und was es ihn gekostet hatte.

Als nächstes durfte der Vorstand die Herren Wolfgang Schweigert und Jens Winkler für Ihr besonderes und langjähriges Engagement für die Schweißtechnik und insbesondere für den Wettbewerb „Jugend schweißt“ mit der goldenen Nadel des DVS auszeichnen. Beide berichteten über die freudigen Momente, die damit verbunden waren, aber auch über die Hindernisse und den ungeheuren Einsatz, der notwendig war und der den Rahmen einer Ehrenamtlichen Tätigkeit zuweilen deutlich sprengte.

Herr Christian Löffler hatte in 2017 mit den Kollegen aus dem Kompetenzteam „Jugend schweißt“ ausgerichtet und wurde nun als Verantwortlicher für „Jugend schweißt“ neu in den Vorstand gewählt. Sein Enthusiasmus zeigt ihn für die Aufgabe gut gerüstet und wir wünschen Ihm viel Erfolg.

Als nächstes konnte der Vorstand die angereisten Jubilare persönlich begrüßen und gratulierte zu 25 Jahren Herrn Peter Rohmann, Herrn Wolfgang Schmidt und Frau Uta Siedentopf. Zu 40 Jahren Herrn Gerd Kahl sowie zu 50 Jahren Herrn Fritz Sudeck.


Abschließend eine kurze Zusammenstellung der (vergangenen) Angebote des BV Hamburg, die Sie im Rahmen Ihrer Mitgliedschaft nutzen können:
Der Arbeitskreis der Schweißfachingenieure wurde unter der Leitung von Dipl.-Ing. Daniel Engel neu gegründet. Der Arbeitskreis der Schweißfachmänner unter der Leitung von Dipl.-Ing. Christiane Pohlmann führte mehrere, sehr interessante Exkursionen durch, wie auf der Homepage des BV nachgelesen werden kann. Es wurden sechs Donnerstagsveranstaltungen abgehalten und natürlich die großen Events das „Schweißtechnische Kolloquium“ an der HAW, die Tagung „Schweißen in der maritimen Technik und im Ingenieurbau“ im Hotel Hafen Hamburg und die „Vortrags- und Diskussionsveranstaltung für Schweißtechnische Fachleute“ im Kompetenzzentrum der Linde AG.

In diesem Jahr findet wieder der „Abend der Schweißtechnik“ statt, der zuletzt in 2016 mit 337 Besuchern eine Rekordteilnehmerzahl begeisterte. Und der Vorstand verspricht auch für dieses Jahr wieder eine hochklassige Veranstaltung - den 27.9.2018 sollten Sie sich schon einmal reservieren!

Der Vorstand bedankt sich für Ihr Vertrauen und gibt Ihnen auch in 2018 wieder die Gelegenheit sich zu informieren und Kontakte zu pflegen.

08.04.2018 Dr. T.Bade
 

 

 


 

Alles Müll oder ? - AK SFM zu Besuch bei der Müllverwertung Borsigstraße

Wegen der anstehenden Osterfeiertage traf sich der DVS-Arbeitskreis Schweißfachmänner im März schon eine Woche vor Monatsende. Unser Ziel war dieses Mal die MVB, Müllverwertung Borsigstraße, die sich unter anderem um die Abfälle der Hamburger Haushalte kümmert. Nach einer spannenden Einführung wussten wir, dass die Hamburger ca. 1.000.000 Tonnen Abfall produzieren, von denen die MVB gut ein Drittel verwerten kann. Und Verwertung bedeutet heute nicht mehr nur Verbrennung, sondern Erzeugung von Fernwärme (in manchen Monaten für ganz Hamburg) und Erzeugung von Strom, der ausreichen würde, ganz Lüneburg zu versorgen. Ein Rundgang ermöglichte uns direkte Eindrücke in die hochmoderne Anlage. Vom Abkippen der Abfälle über beeindruckenden Künste des Kranfahrers beim Befüllen, Messung der Emissionswerte der Anlage bis hin zu den Fernwärme-Einspeisungen und den Turbinen wurde uns eine rundum schlüssige und energieoptimierte Verwertung der Abfälle gezeigt.
Dass die komplette Anlage ohne die Schweißtechnik und das notwendige Fachwissen nicht bestehen würde hat uns natürlich sehr gefreut.
Zum Schluss erfuhren wir, welche Abfälle bei der Entsorgung unserer Abfälle entstehen. Eins vorweg: Es bleibt nur ganz wenig übrig, das nicht verwertet werden kann. So werden zum Beispiel aus den entstehenden Schlacken, Stäuben, Flüssigkeiten noch reiner Gips für die Bauindustrie und Feinkörniges Material für den Straßenbau gewonnen.
Wer also Ostern nicht frieren möchte und abends Licht braucht, darf durchaus ein bisschen Abfall produzieren und tut dabei auch noch etwas gegen die vielen Schlaglöcher nach diesem kalten Winter.

23.03.2018 Dipl.-Ing. Christiane Pohlmann

 


 

Kleine Olympiade in der virtuellen Schweißwerkstatt

Am 22.02.2018 traf sich der Arbeitskreis Schweißfachmänner an der SLV Nord, um einen ersten Eindruck von den neuen digitalen Möglichkeiten in der Qualifizierung von Schweißern zu bekommen. Der Abend begann mit einem Vortrag über die Gründe für den Einsatz von virtuellen Schweißtrainern und skeptischen Gesichtern. Die wesentlichen Gründe für den Einsatz von virtuellen Schweißtrainersystemen sind:

  • das bessere Erlernen von Grundfertigkeiten (Halten des Abstandes, Einhalten der Brennerwinkel, …) durch direkte und sofortige Rückmeldung des Systems. Es können sich keine Anfängerfehler in den Bewegungsablauf einschleichen.
  • Das Trainieren einzelner Bewegungskomponenten (ganz wie bei den Hochleistungssportlern der Olympiade)
  • Die vielen Möglichkeiten für den Schweißlehrer, mit dem Schweißer den kompletten Schweißvorgang noch einmal anzusehen.
  • Das Heranführen von z.B. Jugendlichen an die Schweißtechnik ohne jede Gefährdung
  • Der hohe Spaßfaktor beim Erlernen der Handfertigkeiten

Die SLV Nord entschied sich nach reiflichen Überlegungen und vielen Vergleichen für das System Soldamatic (übersetzt: Schweißautomat) des weltweit führenden spanischen Herstellers Seabary. Ein wichtiger Grund für diese Entscheidung war die Vermischung der realen und der virtuellen Welt (augmented reality), bei dem der Schweißer seine Umgebung vollkommen reell wahrnimmt und nur die notwenigen Komponenten – Werkstück, Brenner, Lichtbogen, Schmelzbad, Schweißnaht) virtuell in sein Blickfeld eingespielt bekommt.
Nach dem Vortrag gab es eine kleine Vorführung der virtuellen Schweißtrainersysteme durch unseren Bildungskoordinator Thomas Malicki, der schon bei der Eröffnung der virtuellen Schweißwerkstatt seine Begeisterung für diese Art der Wissensvermittlung zeigte. Das Interesse aller wurde geweckt, viele Fragen mussten beantwortet werden, erste Diskussionen wurden geführt.

… und dann ging es ans Ausprobieren. Da fast alle Anwesenden über viel praktische Erfahrung verfügten wurde direkt ein kleiner Wettbewerb – unsere virtuelle Olympiade – ausgerufen. Alle haben begeistert zugestimmt. Und es kam wie es kommen musste, die Schweißfachmänner wollten gar nicht mehr aufhören, mit den virtuellen Systemen zu schweißen. Ob alt oder jung, die Ergebnisse waren durchweg erfreulich. Am Ende hatten wir zwei Sieger mit je 96% und einen Zweitplatzierten mit 95%. Besonders erfreulich war die Tatsache, dass die „alten Hasen“ genauso begeistert und auch genauso gut im Umgang mit den Geräten waren, wie unsere jüngeren Schweißfachmänner.

Fazit aller Beteiligten: Es ist wesentlich realitätsnäher, als alle dachten. Einige Schweißfachmänner möchten gleich mit Mitarbeitern oder Auszubildenden die virtuelle Schweißwerkstatt für Stunden oder Tage nutzen.
Wir von der SLV Nord sind ja schon seit langem von den Soldamatic-Schweißtrainern überzeugt und freuen uns besonders, dass diese Begeisterung sich nun auf viele Schweißaufsichtspersonen überträgt.

23.02.2018 - Dipl.-Ing. Christiane Pohlmann

 


 

29. Schweißtechnisches Kolloquium an der HAW


Rund 200 Teilnehmer folgten der Einladung der drei Veranstalter DVS-Bezirksverband Hamburg, HAW Hamburg und SLV Nord zum 29. Schweißtechnischen Kolloquium an die Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) am 06.02.2018 zum traditionellen Netzwerken.

Begonnen hat die Veranstaltung mit einem Blick in die exklusiven Bauwerke der Hamburger Hochbahn, vornehmlich die Dachkonstruktion der neuen U-Bahnhaltestelle U4. Neben dem neuen beeindruckenden Bauwerk referierte Herr Schanzenbach über die Instandhaltungsstrategie sehr alter historischer Stahlbrücken, die in Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs täglich genutzt werden.

Fortführend hat Herr Dr. Middeldorf den Blick auf den „Modebegriff 4.0“ gelenkt und beeindruckend seine Visionen und Ansichten für die Schweißtechnik erörtert. Passend hierzu wurde folgend über das „Vernetzte Schweißen“ mit Hilfe des Schweißdatenmanagements in die Realität zurückgeführt.

Normative Veränderungen sind immer ein fixer Bestandteil des Kolloquiums und damit war klar, dass die neue Norm DIN EN ISO 15614-1 und deren Veränderungen dieses Mal prominent in den Fokus geraten würde. Moderne zukunftsweisende Fügetechnologien am Bsp. des 3D-Drucks, werkstoffliche Betrachtungen und automatisierte Anwendungen passten in den fachlich bunten Mix der anwenderorientierten wissenschaftlichen Hochschulumgebung.

Die Veranstaltung endete mit beeindruckenden und zugleich nachdenklich machenden Betrachtungen von Bedrohungen im Internet. Sowohl aus Sicht als Privatperson als auch aus Sicht einer Führungskraft eines Unternehmens wurden Beispiele von Cyberkriminalität präsentiert, die nicht zum Nachmachen empfohlen werden, aber sensibilisierten, unser tägliches Handeln zu hinterfragen, aufmerksam zu sein und die technischen Unterstützungsmöglichkeiten zur Abwehr von Cyberattacken auszuschöpfen.

Ein kurzweiliges und abwechslungsreiches 29. Kolloquium macht neugierig auf die anstehende 30. Jubiläumsveranstaltung am 05. Februar 2019. Seien Sie dabei und reservieren Sie sich bereits jetzt den Termin.


Quelle für alle Bilder: HAW Hamburg

Prof. Dr.-Ing. Shahram Sheikhi

 


 

Euter, Kipper, Schweißtechnik ?

Wie diese drei und noch viel mehr Fachbegriffe zusammengehören, durfte der Arbeitskreis Schweißfachmänner des DVS  im Januar 2018 bei der Firma Feldbinder Spezialfahrzeuge GmbH erfahren. Der sehr interessante Abend begann mit vielen Fakten rund um die Produkte des Spezialisten, der sich neben der Herstellung von Aufbauten für Straßen- und Schienenfahrzeuge aus Aluminium und Stahl nun auch mit dem Werkstoff Titan beschäftigt. Moderne Schweißnahtvorbereitung, automatisierte und manuelle Schweißtechnik und interessante Einblicke in die Behälterproduktion und deren Ein- und Anbauten haben die Teilnehmer des DVS-Arbeitskreises Schweißfachmann begeistert. Highlight des Abends war dann für viele, dass wir zwei Mitarbeiter live beim Synchronschweißen an einem Behälter beobachten durften.

Ein rundum gelungener und fachlich sehr interessanter Abend, der sich dann auch über mehr als 3 Stunden hinzog. Der DVS-Arbeitskreis Schweißfachmann bedankt sich noch einmal herzlich bei der Firma Feldbinder Spezialfahrzeuge GmbH und freut sich auch weiterhin auf spannende Themen und neue Mitglieder. Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Christiane Pohlmann (Opens window for sending emailcpohlmann@slv-nord.de).

 


 

DVS-Landesverband Hamburg/Schleswig-Holstein ehrt norddeutschen Bundessieger „Jugend Schweißt“ 2017


Im Rahmen eines Besuches durch Vertreter des DVS-Landesverbandes Hamburg/Schleswig-Holstein und der SLV Nord bei der Liebherr-Nenzing Service GmbH wurde Herr Louis Harder als Bundessieger im Lichtbogenhandschweißen des 12. Bundeswettbewerbs „Jugend Schweißt“ und gleichzeitig Zweitplatzierten im internationalen Wettbewerb im Rahmen der „Young Welders Competitions 2017“ auf der Weltleitmesse Schweißen & Schneiden vom 25. bis 29. September 2017 in Düsseldorf im Beisein von Vertretern der Liebherr-Nenzing Service GmbH für seine Erfolge geehrt.

Wir sind Deutscher Meister!

Prof. Dr.-Ing. Lutz Müller überbrachte Glückwünsche im Namen des Vorstandes des DVS-Landesverbandes Hamburg/Schleswig-Holstein an Louis Harder, den ersten Sieger in der Geschichte des Regionalverbandes des DVS e.V. und erklärte: „Sie haben sich mit Ihrem Können, Wissen und besonderen Handfertigkeiten als Sieger des DVS-Bezirkswettbewerbs Hamburg und Sieger des DVS-Landeswettbewerbs HH/SH eindrucksvoll für den 12. Bundeswettbewerb „Jugend Schweißt“ qualifiziert und diesen erstmalig in der Geschichte des Wettbewerbs für den „Norden“ und unseren DVS-Landesverband Hamburg/Schleswig-Holstein als Regionalverband des DVS e.V. gewonnen. Darauf dürfen und können Sie sehr stolz sein! Wir freuen uns, dass Sie die Schweißtechnik im Allgemeinen, Ihr Unternehmen Liebherr-Nenzing Service GmbH und auch uns als Regionalverband des DVS mit Ihrer Leidenschaft, Ihrem außergewöhnlichen Können und Ihrem besonderen Engagement vorbildlich vertreten und repräsentiert haben.“
Herrn Jörg Schmidt mitsamt seinen Mitarbeitern dankte Prof. Müller in seinem Grußwort ebenfalls und betonte: „Schweißtechnische Nachwuchsförderung ist ein wesentliches Element der ehrenamtlichen Arbeit in den verschiedenen regionalen und bundesweiten DVS-Gremien. Wir freuen uns, dass Sie Herr Schmidt die Schweißtechnik und deren Nachwuchsförderung ebenso großzügig mit Mitarbeitern, zeitlichen Kapazitäten als auch mit Sach- und Geldsponsoring auf regionaler und Bundesebene unterstützen. Das ist in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit mehr. Es zeigt vielmehr Ihr vorbildliches, vorausschauendes und wertschätzendes unternehmerisches Engagement im Sinne der Fachkräftesicherung und -entwicklung. Herr Harder hat auch deshalb mit seinen ausgezeichneten fachlichen Fähigkeiten als Sieger überzeugt, weil Sie ihm Zeit eingeräumt haben, sich großzügig auf die vier Wettbewerbe mit fleißigem Training vorzubereiten.“

Zu den Gratulanten gehörten ebenfalls Michael Runzka, Geschäftsführer des DVS-Landesverbandes Hamburg/Schleswig-Holstein und Sven Noack, Geschäftsführer der SLV Nord gGmbH und gleichzeitig stellv. Vorsitzender des DVS-Bezirksverbandes Hamburg. An der SLV Nord hat sich Herr Harder jeweils vor den Regional- und Bundeswettbewerben neben der Vorbereitung im Betrieb ausgiebig mit Unterstützung der DVS-Schweißlehrer der SLV Nord konzentriert auf die jeweiligen schweißtechnischen Herausforderungen vorbereitet. Wie man sieht, Fleiß und Talent haben sich gelohnt.

Erstellt: S. Noack, 05.12.17
Bildquelle: DVS-Landesverband HH/SH

 


 

Erfolgreicher Beginn des „AK SFI“

Am 16.11.2017 fand in der SLV Nord am ELBCAMPUS die konstituierende Sitzung des „Arbeitskreises der Schweißfachingenieure“ statt.
Zu diesem ersten Treffen unter Federführung des DVS-Bezirksverbandes Hamburg kamen mehr als 35 interessierte Personen und Mitglieder. Die Veranstalter haben sich sehr über das große Interesse dieses Arbeitskreises gefreut.


Im Rahmen der Begrüßung durch den Leiter der SLV Nord erläuterte Sven Noack nochmals die Hintergründe und jüngere Historie des Arbeitskreises, der einige Jahre im DVS-Landesverband Hamburg/Schleswig-Holstein angesiedelt war.
Daniel Engel, als Vorstand Wissenschaft und Technik im DVS-Bezirksverband Hamburg verantwortlich, moderierte als Obmann des Arbeitskreises die erste Veranstaltung. In einer offenen Diskussion aller Beteiligten wurden Themen und Schwerpunkte zur Zielsetzung, Durchführung, Häufigkeit, dem Teilnehmerkreis, der Art der Kommunikation und zur Konstellation der Gründung von Arbeitsgruppen u.a. besprochen.


Einigkeit bestand eindeutig in der Bedeutung eines solchen Arbeitskreises zum regionalen Branchenaustauch und Netzwerken unter Fachkollegen.
Die aktuelle Themensammlung wird seitens des Organisationsteams um Herrn Engel ausgewertet und ein neuer Termin für Frühjahr 2018 in Aussicht gestellt.

Ansprechpartner: Daniel Engel, Vorstand Wissenschaft und Technik
Erstellt: S. Noack, 04.12.17

 


 

Vom Bauxit zur Alu Folie – Arbeitskreis Schweißfachmänner besucht Hydro Aluminium Werk Hamburg

Grund- und Zusatzwerkstoffe der Schweißtechnik bestehen zum größen Teil aus Stahl oder Aluminium. Letzterer Werkstoff eignet sich für eine Vielzahl geschweißter Bauteile und Konstruktionen. Aber woher kommt das Ursprungsmaterial, wie wird es hergestellt um es schließlich weiterzuverarbeiten? Dieser Frage nachgegangen hatte der Arbeitskreis Schweißfachmänner am 26.10. 2017 eine Exkursion zum Hydro Aluminium Werk Hamburg durchgeführt.

Die achtzehn Teilnehmer wurden von zwei ehemaligen Werksmitarbeitern im Ruhestand herzlich empfangen. In einem eigens dafür vorgesehenen Schulungsraum wurde zum geschichtlichen Werdegang des Standortes, welcher auch mal HAW – Hamburger Aluminium Werke hieß, über die Rohstoffgewinnung und Raffinierung bis zur Herstellung und Recycling der Kreislauf anschaulich präsentiert.

Bevor es dann aber in die Produktion ging hieß es erst einmal PSA anlegen. Auf die Persönliche Schutz Ausrüstung wird großer Wert gelegt, schließlich ist bei der Herstellung flüssiges NE-Metall im Spiel.  Was einen dann erwartet, wenn man bei der Gießerei ankommt, hat so rein gar nichts mit dem blanken, stylischen und schicken Produkt zu tun, was man so unter Aluminium sonst versteht.

Es ist laut, sehr laut. Die Luft zum Schneiden und voller Öl Dampf. Die Temperatur wie am Äquator. Alles klar:

Hier ist Schwerindustrie!

Die einzelnen Produktionsschritte wie Gießen, Strangpressen oder Walzen entstehen mitunter von gigantischen Apparaturen und Maschinen, die schon durch Ihre bloße Präsenz respekteinflößend sind. Trotz hohem Grad an Automatisation und Maschinen Unterstützung bleibt der Mitarbeiter hier aber der wichtigste Faktor. Die Belastung ist augenscheinlich enorm und die Werker leisten hier Schwerarbeit. Was letztendlich von dieser sehr eindrucksvollen Besichtigung hängenbleibt sind zwei Dinge: 
1. Man sieht den Werkstoff Aluminium mit anderen Augen und Wertschätzung.
2. Die 100% ige und unendliche Recyclebarkeit macht dieses Material fast einzigartig, wäre da nicht der extrem hohe Bedarf an Strom bei der Produktion.

 

Ansprechpartner: Thomas Malicki, SLV-Nord gGmbH

 


 

Besondere Ehrung für Prof. Dr. Ing. Lutz Müller

Der DVS-Landesverband Hamburg / Schleswig-Holstein hat seinen Vorsitzenden Prof. Dr.-Ing. Lutz Müller mit der DVS-Ehrennadel in Gold im Rahmen der DVS-Landesversammlung am 1. Juni 2017 geehrt.

Herr Prof. Dr. -Ing. Lutz Müller hat sich im besonderen Maße in unserem Landesverband und um die Technik verdient gemacht. Er ist Professor in der Fachgruppe für Werkstoffkunde und Schweißtechnik der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) in der Fakultät Technik und Informatik im Department Maschinenbau und Produktion. In seinem speziellen Fachgebiet, der Werkstoffkunde, in der er in der gesamten Breite für sein Fachwissen bekannt ist, zeichnet er sich fachlich unter anderem durch seine Tätigkeit als gerichtlich bestellter Schadengutachter aus. Zudem ist Prof. Müller bekannt als Dozent und Vortragsredner in den Fachgebieten Werkstoffkunde und Schweißtechnik im gesamten norddeutschen Raum.

Seine Aktivitäten im und für den DVS sind zusätzlich geprägt durch seine Vorstandsarbeit: Er war vom 20.04.2006 als Vorsitzender des DVS Bezirksverband Hamburg aktiv und ist seit 22.06.2011 der Vorsitzende des DVS Landesverband Hamburg / Schleswig-Holstein. Auch den schweißtechnischen Nachwuchs fördert er durch die enge Zusammenarbeit mit der SLV Nord gGmbH, Hamburg.

Prof. Müller hat hierzu eigens seit 2002 an der HAW gemeinsam mit der SLV Nord gGmbH die erste studentische Ausbildung von Schweißfachingenieuren im Rahmen der akademischen Erstausbildung ins Leben gerufen, um dem zunehmenden Fachkräftebedarf der Industrie an Schweißaufsichtspersonen Rechnung zu tragen.

Der Vorstand des Landesverbands Hamburg / Schleswig-Holstein möchte daher mit dieser Ehrung die vorbildliche Arbeit von Herrn Prof. Dr.-Ing. Lutz Müller für den DVS würdigen.

Dipl.-Ing. Sven Noack

 


 

Nur Gewinner zum Bezirkswettbewerb „Jugend schweißt“

Die Funken sprühten im wahrsten Sinn des Wortes. Am 01.04.2017 nahmen im Bildungszentrum Metall (BZM) 25 junge Schweißerinnen und Schweißer am DVS-Bezirkswettbewerb „Jugend schweißt“ des DVS-Bezirksverbandes Hamburg teil. Nach Begrüßung durch Herrn Dipl.-Ing. Klaus Ramm und Grußworte des Vorsitzenden des DVS-Bezirksbandes Hamburg folgte eine kurze Einführung in die Regularien des Wettbewerbs durch den Jury-Vorsitzenden Dipl.-Ing. Sven Noack. Die Fachkundeprüfung erfolgte im Anschluss gemäß DIN EN ISO 9606-1 in dem jeweiligen Schweißverfahren. Die Handfertigkeiten unter Wettkampfbedingungen wurden in den klassischen vier Handschweißverfahren 311-Gasschweißen (G), 111-Lichtbogenhandschweißen (E), 141-Wolfram-Inertgasschweißen (WIG) und 135-Metall-Aktivgasschweißen (MAG) unter Beweis gestellt. Die vier Erstplatzierten Frau Malina Niekerken (311), Daimler AG Hamburg, Herr Luis Harder (111), Fa. Liebherr Nenzing Service GmbH, Herr Christian Brunkhorst (135), Marcel Jipp Metallbau und Herr Hendrik Meyer (141), Knaack & Jahn GmbH qualifizieren sich als Teilnehmer zum DVS-Landeswettbewerb am 09./10.06.2017. Die Sieger aus dem Landeswettbewerb haben die Möglichkeit, an den „Deutschen Meisterschaften“, dem Bundeswettbewerb auf der Messe „Schweißen & Schneiden“ im September in Düsseldorf teilzunehmen.
Dank der vielen und großzügigen Sponsoren erhielten alle Teilnehmer hochwertige Preise und Geschenke für ihr Engagement an diesem so besonderen Tag. Der Dank des Vorstandes des DVS-Bezirksverbandes Hamburg gilt dem Veranstalter BZM mit seinem Team, den vielen Sponsoren, der Arbeitsgruppe, den Jurymitgliedern und allen Teilnehmern, die sich auf den Wettbewerb vorbereitet haben.


Dipl.-Ing. Sven Noack

 

 


 

Einzigartig und besonders – 17. Tagung Schweißen in der Maritimen Technik und im Ingenieurbau

Am 19. April begann die Veranstaltung mit einer besonderen Exkursion. Knapp 100 Teilnehmer sammelten Eindrücke über den aktuellen Stand des Hamburger Schiffbaus bei der Pella Sietas GmbH, der ältesten Werft Deutschlands. Auf dem historischen, nahezu 400(!) Jahre alten Werftgelände werden derzeit eine Fähre für die Hamburger Verkehrsbetriebe sowie Zuliefersegmente für die Meyer Werft in Papenburg gefertigt.
 

Netzwerken in maritimer Atmosphäre

Die Abendveranstaltung fand traditionell auf dem Museums-Dreimaster „Rickmer Rickmers“ statt. Neben fachlichem Austausch die perfekte Gelegenheit zum Klönschnack, oder neudeutsch: Netzwerken. Das Tagungsprogramm am folgenden Tag brachte eine Vielzahl spannender Vorträge zu den Themenblöcken Ingenieurbau, Festigkeit und Simulation, Qualitätssicherung sowie Maritime Technik. Insgesamt besuchten 161 Teilnehmer und 12 namhafte Aussteller die Tagung und genossen neben Fachvorträgen und Industrieausstellung den atemberaubenden Blick auf den Hamburger Hafen.


Fachliche Highlights

Der Vortrag zur Reparatur der Hamburger Süderelbebrücke zeigte besondere konstruktive Einblicke, genau wie die Brücken in der Ausführung als Stahlrohrtragwerk in architektonisch inspirierendem Design.
Der Vormittag stand im Zeichen wissenschaftlicher Betrachtungen von Festigkeit und Simulation im Zusammenhang mit Laserstrahlschweißen, Kaltrissbildung und Schweißeigenspannungen.
Normative Aspekte, die Anwendungstechnik von Gasen und die übergeordnete Betrachtung unserer täglichen Arbeit mit kreativer Prozessoptimierung soll die Tagungsteilnehmer im Aufspüren neuer struktureller Ansätze im eigenen Betrieb unterstützen.
Mit dem Einsatz neuer Stähle unter arktischen Bedingungen und einem lebendigen Praxisbericht zur Verbreiterung von Containerschiffen aus Sicht einer Redderei und einer Klassifizierungsgesellschaft endete die 17. Tagung.
   
 
Call for Papers 2018

Nach der Tagung ist vor der Tagung. Bis zum 19. August 2017 können für die kommende Veranstaltung am 25./26. April 2018 Vorschläge für Themen im Tagungsbüro unter tagungsbuero@slv-nord.de eingereicht werden.

Weitere Bilder der Tagung finden Sie Opens external link in new windowhier.
Hier finden Sie das neue Opens external link in new windowCall for Papers 2018

 

Ansprechpartner:
Dipl.-Ing. Sven Noack
Geschäftsführer
SLV Nord gGmbH, Zum Handwerkszentrum 1, 21079 Hamburg

 


 

Jahresmitgliederversammlung und Ehrung der Jubilare 2017

Der Vorstand des DVS BV Hamburg berichtete über seine Arbeit und konnte sich auch dieses Jahr über die sehr positive Entwicklung des Bezirksverbandes freuen. Zu der diesjährigen Mitgliederversammlung wurden auch die Mitglieder des ehemaligen BV Lüneburg begrüßt, die sich in diesem Jahr dem BV Hamburg angeschlossen haben. Über diesen Mitgliederzuwachs hinaus, ist der BV Hamburg auch aus eigener Kraft und gegen den Bundestrend gewachsen. Der Vorstand bedankte sich dafür bei den Mitgliedern, die die Angebote des BV Hamburg rege genutzt und bekannt gemacht haben. Besucherrekorde konnten z.B. das Schweißtechnische Kolloquium an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften mit 250 Teilnehmern und der Abend der Schweißtechnik an der SLV Nord mit 337 Besuchern verzeichnen.

Entsprechend positiv viel daher auch das finanzielle Ergebnis aus, so dass der Verband auch in Zukunft die Mittel zur Verfügung hat, um seinen Mitgliedern interessante Veranstaltungen anbieten zu können. Ausgewiesene Schwerpunkte sind die Förderung des Nachwuchses und die Bereitstellung der Informationen und Kontakte für unsere Mitglieder. So ist z.B. die Nutzung der DVS Merkblätter und Richtlinien für die Mitglieder auch im nächsten Jahr wieder kostenlos möglich!

Die Veranstaltung Jugend schweißt ist in diesem Jahr mit mehr als 20 Teilnehmern wieder erfolgreich durchgeführt worden und Dank der großzügigen Spenden, ging kein Teilnehmer leer aus. Die Gewinner treten nun beim Landeswettbewerb an.


Besonderer Höhepunkt der Jahresmitgliederversammlung war die Ehrung der Jubilare. U.a. konnten Herr Roger Brück, der im letzen Jahr als Kassenprüfer verabschiedet wurde, mit den Vorständen Ralf Biegert und Morten Kaschner seine 25-jahrige Mitgliedschaft feiern.

Danach klang der Abend am Bufett mit kalten Getränken aus. Opens internal link in current windowBericht

 


 

28. Schweißtechnisches Kolloquium an der HAW

Auch die 28. Ausgabe des Schweißtechnischen Kolloquiums am 7. Februar 2017 war mit wiederum ca. 250 Teilnehmern in diesem Jahr ein außerordentlicher Erfolg. In gewohnt effektiver Zusammenarbeit haben der DVS BV Hamburg, die SLV Nord und die Hochschule für Angewandte Wissenschaft Hamburg (HAW) dieses in Norddeutschland weit bekannte Forum initiiert.


Premiere hatte dieses Jahr die Vortagesveranstaltung, in der die Firma Kjellberg über die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten des Werkzeugs „Plasmastrahl“ informierte. Ferner wurde die Roboteranlage der HAW zum Plasmapulverauftragschweißen in Aktion vorgestellt. Bilder zur Vortagsveranstaltung.


Das darauffolgende Tagungsprogramm hatte es dann wieder in sich. Vielfältige und interessante Themen wurden von hochkarätigen Referenten behandelt. Da der ursprünglich geplante Eröffnungsbeitrag zum Thema „Achterbahn“ kurzfristig ausfiel, hat Herr Prof. Dr. Sheikhi vom Institut für Werkstoffkunde und Schweißtechnik der HAW die Vortragsreihe mit dem nicht minder spannenden Thema „Industrie 4.0 – Qualität in der Schweißtechnik“ begonnen. Eine allgemeine Erläuterung des Begriffes und die Beschreibung der Verzahnung der industriellen Produktion mittels moderne Informationstechnologie („Smart Factory“) führte zu der wesentlichen Frage: „Wird der Mensch noch benötigt?“. Die positive, da bejahende Antwort unterstrich die Bedeutung entsprechend qualifizierten Personals zur Beherrschung komplexer Systeme.


Ein  Beitrag zur persönlichen Weiterbildung war sicherlich auch der darauffolgende Vortrag von Herrn Fenzl, SLV Halle. Die plausible Darstellung des Zusammenhangs zwischen Schwingfestigkeitsklasse und Nahtqualität und erklärende Worte zum entsprechenden Anhang „C“ der DIN EN ISO 5817 (2014-06) fand großes Interesse und sorgte für ausreichend Gesprächsstoff in der darauffolgenden Kaffeepause.


Dass die DIN EN 1090 kein „alter Hut“ ist, wie der Titel der darauffolgenden Präsentation spekulierte, stellte Herr Seelau von der SLV Nord dar. Herr Bullert, ebenfalls von der SLV Nord, vertrat die fiktive „Bullert Stahlbau GmbH“ und präsentierte die von ihm erstellte Dokumentation zur CE-Kennzeichnung nach EN 1090-1 eines geschweißten Bauproduktes, die Herr Seelau als Betriebsprüfer im Sinne der genannten Norm kommentierte und bei Bedarf korrigierte. Der sich daraus entwickelnde Dialog der beiden Herren war eine ungewöhnliche, aber in Anbetracht des für manchen Zuhörer trockenen Themas eine verständliche und unterhaltsame Form der Vermittlung der Vorgehensweise bei der Kennzeichnungspflicht.


„Infocus – Grundlagen und Anwendungen für das WIG-Hochleistungsschweißen“ war das darauffolgende Thema mit einem anderen, praxisorientierten, „handfesten“ Bezug zur Schweißtechnik. Herr Dr. Dreher von der Firma Kjellberg stellte mit der genannten Technologie ein erweitertes Verfahren vor, das die bisherigen Nachteile durch einen hochkonzentrierten Lichtbogen, ermöglicht durch den mit bis zu 1.000 A belastbaren Infocus-Brenner, ausgleicht und ganz neue Anwendungsbereiche ermöglicht. So sind beispielsweise hochpräzise Stichlochschweißungen im Stahlbau oder Sonderanwendungen wie das Kupfer-Dickblechschweißen mit 40mm Dicke genannt worden.


Nach der Mittagspause und gestärkt durch ein sehr gutes Catering ging es weiter mit dem Thema WIG-Schweißen. Herr Scheel von der Grimm Schweißtechnik GmbH stellte die Vorgehensweisen und Möglichkeiten bei der Mechanisierung dieses Verfahrens vor. Dabei wurden die entscheidenden Parameter, wie etwa mögliche Drahtzuführung, Brennerpositionierung oder Lichtbogen-Abstandsregelung erklärt und Möglichkeiten der Steuerung und Regelung vorgestellt. Sehr überzeugend waren genannte Beispiele wie das Schweißen an Rundnaht-Anlagen für Rohre oder das Fügen von Rohrmänteln mit mechanisierten WIG-Längsnähten.


Thermisches Spritzen – die Flexibilität und vielseitigen Möglichkeiten dieses Beschichtungsverfahrens stellte Herr Krömmer von der Linde AG dar. Ob mit Draht, Stab oder Pulver, die unterschiedlichen Anwendungen in verschiedenen Industriezweigen wurden erklärt sowie die verschiedenen Methoden mit Leistungsangaben dargestellt.


Moritz Laack und Anthony Pham, Studenten an der HAW Hamburg, berichteten von Ihren Tätigkeiten und Erfahrungen bei der Firma HanseWerk AG. Für die Hamburg Netz GmbH wurden die Möglichkeiten untersucht, die das Phased Array Ultraschallverfahren zur zerstörungsfreien Prüfung im Rohrleitungsbau bietet. Das Funktionsprinzip und die Vorteile dieses bildgebenden Prüfverfahrens wurden anschaulich dargestellt und beschrieben. Die Aufwands- und Zeitersparnis gegenüber der Röntgenprüfung wurde nachvollziehbar erklärt, so dass das Phased Array Verfahren hier zumindest als eine sehr gute Ergänzung im Rahmen der ZfP bezeichnet werden kann.


Stahlbau und Schweißen im Offshore Windbereich – Eine „Rocket-Science“? Dieser Frage ging im letzten Beitrag Herr Helm von Vattenfall nach. Die beeindruckenden Großkomponenten eines Fundamentes für eine Windkraftanlage auf See wurden dargestellt und erklärt, warum spezielle Anforderungen hinsichtlich der Qualität der Verarbeitung und Schweißausführung formuliert werden. Stahlbaukonstruktionen, die mehr als zwanzig Jahre ihre Standfestigkeit und Gebrauchstauglichkeit unter rauen Bedingungen unter Beweis stellen müssen und nur unter großem Aufwand und Kosten gewartet und repariert werden können, definieren dieses Niveau der Qualitätssicherung. Interessant für manchen war sicherlich der Hinweis, dass die Konstruktionen nicht nur aus Großkomponenten bestehen, sondern dass die Peripherie wie beispielsweise Bühnen und Geländer attraktive Möglichkeiten für kleinere oder mittelständische Unternehmen auch ohne Hafenanbindung bieten können.

Schlussworte von Herrn  Biegert, Vorsitzender des DVS, Bezirksverband Hamburg, beendeten schließlich diese spannende und abwechslungsreiche Veranstaltung. Die Fortsetzung, das Schweißtechnische Kolloquium am 6. Februar 2018, sollte auf jeden Fall im Kalender vorgemerkt werden.  

Ingo Laurischtkat

weitere Bilder finden Sie hier

 


 

Schweißfachmänner bei Jungheinrich

Am 27.10.2016 war es wieder so weit. Das erste Treffen des Arbeitskreis Schweißfachmänner stand an. Zum Auftakt der neuen Saison hat der Arbeitskreis eine Exkursion zur Jungheinrich AG in Norderstedt gemacht. Organisiert und durchgeführt wurde diese Exkursion mit freundlicher Unterstützung durch unseren Kollegen André Kolleß, der uns in einer spannenden Führung die Fertigung von Staplern verschiedener Arten näher brachte.
Neben den Fertigungslinien für die Hubgerüste, Kabinen, Steuerständen, und und und gab es spannende Einblicke in die Qualitätssicherung bei der Staplerfertigung. Spätestens bei dem Teststand für die Standfestigkeit der Stapler sprang die Begeisterung von André Kolleß auf alle Teilnehmer der Exkursion über und jeder hätte bestimmt gerne selber einen Kippversuch durchgeführt.
Nach der Produktion durften wir noch die Ausbildungswerkstatt besichtigen, die neben einer beeindruckenden Ausstattung tolle Möglichkeiten für Projektarbeiten junger Auszubildender bietet. Bei reichlich Kaltgetränken fand ein reger Gedankenaustausch – insbesondere zur Ausbildung – statt. Der Abend dauerte lange, war aber sehr kurzweilig. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank André, wir waren begeistert.
 
Unser nächster Termin findet am 24.11.2016 um 17:00 Uhr an der SLV Nord statt.
Thema: Darf/kann ein Metallbaumeister/Schweißfachmann statische Bemessungen erstellen und wenn ja, wie?


Inhalte:

  • Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?
  • Wo liegt der Unterschied zwischen Bemessung und rechnerischer Abschätzung?
  • Wo liegt der Unterschied zwischen dem bauaufsichtlichen Bereich und z.B. dem Maschinenbau?
  • Welche Voraussetzungen muss ein Schweißfachmann erfüllen, um im bauaufsichtlichen Bereich eine Statik für z.B. ein Geländer oder eine Treppe rechnen zu dürfen?
  • Welche Werkzeuge sind sinnvoll?
  • Was macht für mich als SFM und für meine Arbeit im Unternehmen Sinn?

Vortragender:
Stephan Stickling, (Dipl.-Ing. (FH), IWE), Landesverband Metall Niedersachsen/Bremen
 
Ich freue mich wie immer auf rege Teilnahme. Christiane Pohlmann

 


 

Ehrung für Herrn Dipl.-Ing. Heiner Jansen

Herrn Dipl.-Ing. Heiner Jansen, Ehrenmitglied des DVS Bezirksverbandes Hamburg, wurde auf der 69. Jahresversammlung des DVS-Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e.V. in Leipzig die Ehrenmitgliedschaft im DVS als höchste Auszeichnung für persönliche Mitglieder verliehen.

Herr Jansen ist seit 1969 Mitglied im DVS und seit Jahrzehnten eng mit der Gemeinschaftsarbeit des DVS verbunden. Herr Jansen engagierte sich in besonderer Weise für den Verband und hat als Vorsitzender des DVS Bezirksverbandes Hamburg, sowie als Geschäftsführer des DVS Landesverbandes Hamburg/Schleswig-Holstein aktiv die Belange des DVS in der Region verantwortlich mitgestaltet.
Für seine Verdienste um die schweißtechnische Gemeinschaftsarbeit und den DVS erhielt er 1976 die DVS-Ehrennadel und 1998 den DVS-Ehrenring.
In Leipzig wurde die DVS-Ehrenmitgliedschaft durch den Präsidenten des DVS Prof. Heinrich Flegel mit einer Urkunde feierlich überreicht.

Wir gratulieren Herrn Jansen und danken Ihm herzlich für seine langjährige Unterstützung.

 


 

4. Abend der Schweißtechnik

Zum vierten Mal ein Besucherrekord! Zum vierten Mal ein gelungener Abend.

Mit 337 offiziell angemeldeten Besuchern, 28 Ausstellern, 3 Sponsoren und einer abendlichen Vorführung war der 4. Abend der Schweißtechnik am 08.09.2016 an der SLV Nord zum wiederholten Mal ein gelungener Auftakt für die Veranstaltungsreihe des DVS Bezirksverbandes Hamburg.
Heinz Hackl, Geschäftsführer der Fa. Fronius International, leitete nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des DVS Bezirksverbandes Hamburg Herrn Ralf Biegert die Abendveranstaltung mit einem Plenarvortrag zum Thema „Welding Innovation & Change“ im Hörsaal des ELBCAMPUS ein.

In den Räumen der Schweißwerkstatt und den angrenzenden Außenbereichen der SLV Nord konnten sich alle Besucher über die neusten Entwicklungen rund ums Schweißen informieren. Mehr als 350 Besucher und Gäste, darunter eine Vielzahl DVS-Mitglieder, verbrachten einen inspirierenden Abend und informierten sich über neueste Entwicklungen in den Bereichen Stromquellen, Schweißequipment, Vorwärmen, Schweißnahtvor- und Nachvorbereitung, Automatisierung, Virtual Welding, Arbeitssicherheit, technische Gase, Teilebereitstellung, Absaugtechnik und andere technische Innovationen. Einen Überblick über die Vielfalt der Themen und Aussteller können Sie Initiates file downloadhier finden.


Ein Grillimbiss verbunden mit dem lebensmitteltechnischen Highlight „Cryo Cooking“ sorgte für die Gaumenfreuden des Abends. Dank des TÜV Nord Hamburg, der PM-Schweißtechnik, der LERBS AG und der SLV Nord mitsamt des Teams der Campus Lounge kam bei 350 Steaks, 350 Würsten und 700 Flaschen Getränken auch das leibliche Wohl bei sommerlich warmen Temperaturen nicht zu kurz.

Zu fortgeschrittener Stunde und Dunkelheit folgte als Demonstration das Comeback der Sauerstofflanze, präsentiert durch die Fa. Liebherr-Nenzing Service GmbH Hamburg. Bekannte und neue Kreationen des Einsatzes der Sauerstofflanze verbunden mit hellem und großem Funkenschweif waren beeindruckendes Schauspiel und ein gelungener Ausklang des Events vor großer nächtlicher Kulisse zugleich.

Der Vorstand des DVS Bezirksverbandes Hamburg dankt allen Ausstellern, Sponsoren und Partnern, die diese einzigartige und in Erinnerung bleibende Veranstaltung ermöglicht haben. Wir freuen uns auf den 5. Abend der Schweißtechnik, der für September 2018 geplant ist. Sie sind herzlich eingeladen, sich mit Vorschlägen und Anregungen zu beteiligen.

Ansprechpartner:
Dipl.-Ing. Sven Noack , Stellvertretender Vorsitzender des BV Hamburg und Geschäftsführer /Leiter der SLV Nord gGmbH, E-Mail: snoack@slv-nord.de

Opens internal link in current windowWeitere Bilder         Opens external link in new windowVideo auf YouTube

 


 

16. Tagung Schweißen in der maritimen Technik und im Ingenieurbau

Dr.-Ing. Bernhard Richter

Die von dem DVS-Landesverband Hamburg/Schleswig-Holstein, der SLV Nord gGmbH und der Schiffbautechnischen Gesellschaft e.V. (STG) veranstaltet, freute sich mit 157 Teilnehmern über einen erfreulichen Besucherzuwachs. Am 20. April 2016 begann die beliebte Veranstaltung direkt mit einer besonderen Exkursion: „Auge in Auge mit den Giganten“ lud zu einer außergewöhnlichen Rundfahrt durch den Hamburger Hafen mit Besichtigung der Containerterminals Altenwerder und Burchardkai ein. Ein ebenso beeindruckender Augenblick im Rahmen der Exkursion war die Besichtigung der internationalen Seemannsmission DUCKDALBEN.

Netzwerken in außergewöhnlicher maritimer Atmosphäre

Am Abend stand der fachliche Austausch in bester maritimer Atmosphäre auf dem Museumsschiff „Rickmer Rickmers“ im Vordergrund. Das Vortragsprogramm am nächsten Tag brachte die Gäste mit den Themen „Maritime Werkstoffe“, Herstellen und Prüfen“, „Fertigungsaspekte“ und „Bauwerke“ u.a. am Beispiel von Containerriesen, maritimen Baugruppen, der zerstörungsfreien Werkstoffprüfung und der Rheinbrücke Leverkusen auf den neuesten Stand. Ca. 145 Teilnehmer und Gäste, eingerahmt von 9 Industrieausstellern und 2 Medienpartnern, besuchten die vielfältigen Fachvorträge. Opens external link in new windowImpressionen

Ein bewegender Moment

Ein besonders bewegender Moment war die Verabschiedung des langjährigen Vorsitzenden des Tagungskomitees, gleichzeitigen Vertreters des Mitveranstalters DVS-Landesverband Hamburg/Schleswig-Holstein und zugleich Gründer und Förderer der Tagung Herrn Dr.-Ing. Bernhard Richter. Im Rahmen einer Laudatio von Herrn Dipl.-Ing. Daniel Engel wurden die einzigartigen Verdienste und das langjährige außergewöhnliche Engagement für die Tagung gewürdigt. So erhielt Herr Dr.-Ing. Bernhard Richter in Anerkennung hervorragender Verdienste in der Schweißtechnik auf den Fachgebieten der maritimen Technik und im Ingenieurbau eine Ehren-Schweißfachingenieururkunde von der SLV Nord gGmbH und eine Schweißnahtlehre in Gold vom DVS Prüfungs- und Zertifizierungsausschuss Hamburg/Schleswig-Holstein (PZA HH/SH) überreicht. An dieser Stelle sei Herrn Dr.-Ing. Bernhard Richter nochmals von Herzen gedankt. Wir wünschen Herrn Dr. Richter alles Gute und freuen uns auf weitere Besuche bei der Tagung in 2017.

Sven Noack, SLV Nord gGmbH

 


 

Jahresmitgliederversammlung und Ehrung der Jubilare 2016

Der Vorstand des DVS BV Hamburg berichtete über seine Arbeit und freute sich über die sehr positive Entwicklung des Bezirksverbandes. Wiederum stiegen die Mitgliederzahlen deutlich an, während der Bundestrend nach unten zeigt. Die 14 angebotenen Veranstaltungen waren von den Mitgliedern gut besucht worden und das Schweißtechnische Kolloquium an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften verzeichnete mit 250 Teilnehmern wiederum einen Besucherrekord. 

Entsprechend positiv viel daher auch das finanzielle Ergebnis aus, so dass der Verband auch in Zukunft die Mittel zur Verfügung hat, um seinen Mitgliedern interessante Veranstaltungen anbieten zu können.


Besonderer Höhepunkt der Jahresmitgliederversammlung war die Ehrung der Jubilare und der ausscheidenden Vorstandsmitglieder. Herr Jens Winkler gehörte seit 2007 dem Vorstand an und hat sich mit hohem persönlichem Einsatz um den Wettbewerb „Jugend schweißt“ verdient gemacht. Herr Klaus Ramm war lange Jahre im Vorstand für den Bereich Kursstätten erfolgreich tätig. Beide Herren werden dem neuen Vorstand leider nicht mehr angehören. Ebenso wurde Herr Roger Brück als Kassenprüfer verabschiedet, nachdem der Vorstand ihm für seine langjährige Tätigkeit gedankt hatte.
In Abwesenheit wurden Herr Rudolf Meierkord für 60-jährige Mitgliedschaft und die Herren Klaus Göricke sowie Ernst-Günther Grave für 50-jährige Mitgliedschaft geehrt. Persönlich ehren konnte der Vorstand die Herren Ulrich Grimm (50-Jahre) und Dietmar Stein (40-Jahre). Darüber hinaus wurden 12 Mitglieder für 25-jahrige Treue geehrt.


Abschließend folgte die Wahl des neuen Vorstandes, der sich im Mai erstmals zu einer konstituierenden Sitzung trifft. Danach klang der Abend am Bufett mit kalten Getränken aus. Opens internal link in current windowBericht
Opens internal link in current windowweitere Bilder

 


 

27. Schweißtechnisches Kolloquium mit Besucherrekord

Am 09.02.2016 fand das Kolloquium wieder an seinem angestammten Platz in der Aula der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) statt. Erneut konnte dabei ein Besucherrekord verbucht werden: Über 250 Interessierte der Schweißtechnik sind zu der vom DVS BV Hamburg, der SLV Nord und HAW Hamburg durchgeführten Veranstaltung gekommen.
Das Programm war breit gefasst und bot Informationen zu neuesten Trends und Normen sowie zu Haftungsfragen für Ausführende und Vorgesetzte.


In dem ersten Vortrag referierte Herr Dipl.-Ing. Wolfgang Priedemann, Priedemann Fassadenberatung, über die Möglichkeit bei dem Entwurf und Bau von Fassaden „Unplanbares zu planen“. An Bildern eindrucksvoller Fassaden aus aller Welt, verdeutlichte er die technischen Probleme, die gemeistert werden mussten, um bei den jeweiligen klimatischen Bedingungen behagliche Innenräume zu schaffen. Falls dabei nicht nur die Konstruktion übernommen wurde sondern auch der Bau, so konnten aus der Zentrale in Berlin weltweit Fertigungsmaschinen angesteuert werden, um die Fassadenelemente vor Ort mit der entsprechenden Genauigkeit zu fertigen.
Vor der computergestützten Konstruktion steht dabei immer die Handskizze, anhand der alle technischen Probleme diskutiert und gelöst werden. Ein Vorgehen, durch das fach- und kulturübergreifende Zusammenarbeit möglich wird.

Es folgte eine Übersicht von Herr Dipl.-Ing Ulrich Trispel vom TÜV Nord über die neue Druckgeräterichtlinie, nach der ab dem 19.7.2016 geliefert werden muss. Entsprechend muss die Konformitätserklärung ab diesem Datum umgestellt sein. Ab Kategorie II muss nicht nur das CE-Zeichen angebracht sein, das Produkt muss auch von einer notifizierten Stelle abgenommen werden. Kategorie I darf dagegen nicht mit einem CE-Zeichen versehen werden, was in Zukunft im Artikel 4, Absatz 3 geregelt ist. Es verbleibt nicht mehr viel Zeit sich vorzubereiten.

Nach einer kurzen Netzwerkpause informierte Herr Dr.-Ing. E. Sievert von der Linde AG über das Pluspolschweißen von Aluminium.
Über den Zwischenschritt mit einem WIG-Brenner mit wassergekühlter Elektrode und dotiertem Gas (300ppm O2 in Ar4.6) entwickelte man in Zusammenarbeit mit Kjellberg einen Brenner zum fokussiertem WIG-Pluspol schweißen. Dieser lieferte erste gute Ergebnisse, so dass der Weg weiter verfolgt wird.

Im letzten Vortrag am Vormittag referierte Herr Dipl.-Ing. Rudolf Rauch von Voestalpine über die Herstellung und Verarbeitung von hoch- und ultrahochfesten Feinkornbaustählen. Er hob die Fortschritte in der Reinheit der Stähle hervor und ging auf den Zusatz von Niob ein. Mithilfe des TM-Walzens und schnellen Abkühlens auf unterhalb 500°C wird ein gut schweißbarer Feinkornstahl hergestellt.
Für die Anwender ist es grundsätzlich schwierig, den richtigen Zusatzwerkstoff auszuwählen. Die Angaben der Hersteller zu den mechanischen Eigenschaften beziehen sich immer auf das reine Schweißgut. In der Praxis findet aber immer eine Aufmischung statt, so dass es in diesem Bereich zu einem deutlichen Härteabfall kommen kann. Voestalpine hat mit seinem alform-welding-system ein abgestimmtes Gesamtsystem von Grundwerkstoff-/Schweißzusatzwerkstoff-Kombinationen für hoch- und ultrahochfeste Warmband-Schweißverbindungen im Streckgrenzenbereich von 700 – 1100MPa entwickelt. Die zu verwendenden Schweißparameter können mit dem "voestalpine-welding-calculator" berechnet werden, der unter rudolf.rauch(at)voestalpine.com angefordert werden kann.

Die Mittagspause lud mit belegten Brötchen sowie heißen und kalten Getränken zur Stärkung ein. Wie auch in den anderen Pausen, fand ein reger Austausch der Teilnehmer untereinander und mit den Referenten statt.

Der Nachmittag wurde von Herrn Prof. Dr.-Ing. Michael Pohl von der Ruhr-Universität Bochum mit einem Vortrag über den Einfluss von Wasserstoff beim Schweißen eröffnet. Er diskutierte die verschiedenen Wege auf denen Wasserstoff in das Material gelangen kann, von der Herstellung über die (Weiter-)Verarbeitung bis zur Korrosion.

Herr Prof. Dr.-Ing. Sharam Sheikhi (von der HAW) stellte im Anschluss „Schweißstrategien zur Reparatur von artungleichen doppelwandigen Komponenten“ vor. Am Beispiel der Auslassventilkörbe von Schiffmotoren, zeigte er einen neuen kostengünstigen Weg mit 100%iger Erfolgsquote bei Reparaturen auf. Die verwendeten Werkstoffe und eine in der Nähe der Reparaturstelle gelegene Lötnaht machten die Reparatur der Dichtfläche zuvor zu einem komplizierten Unterfangen.

Im letzen Abschnitt folgten zwei Vorträge über die Haftung von Führungskräften im Allgemeinen und Ingenieuren im Besonderen. Herr Rechtsanwalt Dr. W. Bohl berichtete über die Verurteilungen und Lehren im Fall des Einsturzes der Eissporthalle Bad Reichenhall. Das 1970 erbaute Gebäude stürzte im Januar 2006 unter Schneelast ein. Der Zeitraum zeigt, dass Dokumente ggf. über die vorgeschriebene Aufbewahrungsfrist vorgehalten werden sollten. Dr. Bohl zeigte, dass eine Kette von fehlender Zulassung, nicht eingehaltenen Normen, fehlender Überwachung, unvollständiger Aufträge und einem mutmaßlichen Gefälligkeitsgutachten zu dem tragischen Unglück mit 15 Toten geführt hatte. Es wurde darauf hingewiesen, dass jeder Fehler für sich in der Hektik und dem Zeitdruck des Alltags leicht begangen ist – nach dem Motto „wird schon gut gehen“…

Den Abschluss bildete ein Vortrag von Herrn Dr. K. Gregor, Richter a.D. am Landgericht Würzburg. Er stellte dar, wie der Staat vorgeht, wenn es zu einem Personenschaden gekommen ist. So wird von der untersten bis in oberste Ebene geprüft, ob ein Fehlverhalten vorgeworfen werden kann. Meistens wird man fündig, da eine Führungskraft seine Untergebenen
1. sorgfältig auswählen,
2. ordentlich einweisen/ausbilden und
3. kontrollieren muss.
Wer das dann noch schriftlich dokumentiert, hat wenig zu befürchten. Als wenn das nicht schon genug Kopfzerbrechen bereiten kann, wies er dann daraufhin, dass die eigentliche Gefahr für die Führungskräfte in der unbewussten Fahrlässigkeit liegt. Danach müssen alle Gefahren, die der Zunft bekannt sind, erkannt und abgewendet werden.

Mit diesem nachdenklich stimmenden Vortrag schloss die Veranstaltung, die nach ersten Befragungen der Teilnehmer rundum gelungen war. Der DVS BV Hamburg bedankt sich bei allen Helfern, ohne deren Unterstützung es nicht möglich gewesen wäre.
Nach dem erneuten Teilnehmerrekord läuft nun bereits die Vorbereitung des nächsten Kolloquiums am 10.02.2017. Bis zum Mai dieses Jahres können dafür beim Vorstand bv.hamburg@dvs-hs.de Vorschläge für Vorträge und/oder Themen genannt werden.

Dr. Thomas Bade

 

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Arbeitskreis Schweißfachmänner, Exkursion zur Rethebrücke im November 2015

 

Der Neubau der Rethebrücke ist eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte im Hafen. Ab 2016 ersetzt die neue Klappbrücke die 1934 erbaute Rethehubbrücke. Die neue Rethebrücke wird nach ihrer Fertigstellung mit einer Spannweite von 104m und einer Durchfahrtbreite von 64m die größte Klappbrücke Europas sein.


Am 26.11.2015 durfte der Arbeitskreis Schweißfachmänner des DVS BV Hamburg an einer exklusiven Führung über die Baustelle der neuen Rethebrücke teilnehmen.
Neben vielen technischen Details gab es auch tolle Eindrücke, von denen einige in den Bildern festgehalten wurden.
Und zu unserem Glück durften wir sowohl auf Straßenhöhe, als auch hoch oben vom Steuerstand und mehrere Meter unter dem Wasserspiegel die Brücke teils in geschlossenem, teils in geöffnetem Zustand begehen.
Es war eine rundherum gelungene Exkursion, für die unser besonderer Dank Herrn Dr. Ahlgrimm (HPA) gilt. Nach Eröffnung der Brücke im Sommer 2016 werden wir sie bestimmt wieder besuchen.

C. Pohlmann

 

 


 

Wettbewerb "Jugend Schweißt" 2015 in Cottbus

Unser Team Hamburg / Schleswig Holstein kann folgende Erfolg verbuchen:

zweimal  Platz 11 und einmal Platz 5 !

Vielen Dank für die Unterstützung aus Flensburg……alles ganz tolle Jungs.

Jens Winkler

 


 

Ehrung des langjähriges Vorstandsmitglied Jens Winkler


(sno) Herrn Jens Winkler, langjähriges Vorstandmitglied Öffentlichkeitsarbeit des DVS BV Hamburg, wurde im Rahmen der Landesversammlung des DVS LV Hamburg/Schleswig-Holstein am 28.04.15 eine besondere Ehre zu teil.

Prof. Lutz Müller, Vorsitzender des DVS LV HH/SH, überreichte Jens Winkler die DVS-Ehrennadel in Silber für besondere Verdienste und herausragende Leistungen um bzw. innerhalb des DVS e.V..

Und von diesen Leistungen gibt es eine ganze Menge. Jens Winkler hat sich insbesondere durch sein außergewöhnliches Engagement bei Bezirks-, Landes- und Bundeswettbewerben „Jugend Schweißt“ um die Förderung des nationalen schweißtechnischen Nachwuchses verdient gemacht. Gleiches gilt es für die internationale Bühne der WordSkills in Leipzig 2013 zu berichten, wo sich Jens Winkler als Deutscher Delegierter für die Wettbewerbssparte Schweißen verantwortlich zeichnete. Eine Goldmedaille für die Organisation war die verdiente und einmalige Anerkennung.

Der Vorstand des BV Hamburg und die SLV Nord gratulieren zur Auszeichnung!

 


 

Jahresmitgliederversammlung 2015 und Ehrung der Jubilare

Über einen erneuten Anstieg der Mitgliederzahlen konnte sich der BV Hamburg auf seiner diesjährigen Hauptversammlung am 9.4.2015 freuen und entzog sich damit dem Bundestrend des DVS.


Die Veranstaltungen wurden von den Mitgliedern auch in diesem Jahr sehr gut angenommen und so wurden auf den 14 Veranstaltungen insgesamt über 800 Teilnehmer begrüßt.
Der Löwenanteil mit 280 Teilnehmern entfiel wiederum auf die Auftaktveranstaltung, den Abend der Schweißtechnik an der SLV.
Die zweite Großveranstaltung war das Schweißtechnische Kolloquium an der Hochschule für angewandte Wissenschaften. Auch hier konnte mit 215 Teilnehmern ein neuer Rekord verbucht werden.


Um die Attraktivität weiter zu erhöhen, stellte der Vorstand einige Änderungen vor, mit denen in Zukunft weitere Mittel für die Veranstaltungen frei werden sollen.
Ein weiterer Höhepunkt war die Ehrung der langjährigen Mitglieder. Herr Walter Ritter ist dem DVS nun seit 50 Jahren verbunden. Und auch die Fa. Harms und Wende ist seit 50 Jahren Mitglied im Verband.
Weiterhin konnte fünf 25 jährige und zwölf 10 jährige Jubiläen gefeiert werden.


Der Abend klang danach in geselliger Rund bei einem kalten Buffet aus. Bericht

 

 


 

Bundeswettbewerb "Jugend schweißt 2015"

Am 28. Februar 2015 fand der Wettbewerb auf DVS-Bezirksverbandsebene in den Räumen der DVS-Schweißtechnischen Kursstätte im Bildungszentrum Metall Hamburg g.GmbH in Altona statt.


Sechsundzwanzig Jugendliche, davon vier weibliche Jugendliche, traten in den verschiedenen Disziplinen an. Erstmalig in diesem Jahr brauchten die 16- bis 23-jährigen nur in einem der Verfahren Gasschmelzschweißen, Lichtbogenhandschweißen, Wolfram-Inertgasschweißen oder Metall-Aktivgasschweißen antreten. Die Anforderungen an die Jugendlichen entsprachen dabei den fachkundlichen Prüfung einer normgerechten Schweißerprüfung, so dass sich am Ende einige über eine gültige Schweißerbescheinigung freuen konnten.

Die Gewinner konnten sich unter einer Vielzahl von gespendeten Sachpreisen wie Schweißinverter, Lötkoffer, Winkelschleifer, Bohrmaschinen, Baustellradio, Automatikschweißerschutzhelme etc. ihren persönlichen Preis auswählen.
An dieser Stelle bedanken wir uns herzlich bei den Sponsoren.

 

 


 

26. Schweißtechnisches Kolloquium Hamburg am 10.02.2015

Mehr als 200 Teilnehmer waren ein neuer Rekord für das Kolloquien der Schweißtechnik an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg!
Einzelheiten zu den Vorträgen und weitere Bilder finden Sie Opens internal link in current windowhier.

Bis zum Mai dieses Jahres können beim Vorstand bv.hamburg@dvs-hs.de Vorschläge für Vorträge und/oder Themen für das nächste Jahr genannt werden.

 

 


 

3. Abend der Schweißtechnik

Zum dritten Mal ein gelungener Abend. Zum dritten Mal ein Besucherrekord !
Mit 250 angemeldeten Besuchern und 26 Ausstellern war der 3. Abend der Schweißtechnik an der SLV Nord ein gelungener Auftakt für die Veranstaltungsreihe des DVS Bezirksverbandes Hamburg.


Prof. Dr.-Ing. Wolf-Behrend Busch von der Fachhochschule Bielefeld leitete nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des DVS BV Hamburg Herrn Ralf Biegert die Abendveranstaltung mit einem Plenarvortrag zum Thema „Technischer Fortschritt – Eine Erfolgsgeschichte mit kleinen Schönheitsfehlern“ im Hörsaal des ELBCAMPUS ein.


In den Räumen der Schweißwerkstatt konnte man sich danach über die neusten Entwicklungen rund ums Schweißen informieren. Im Bereich des Handschweißens bot sich die Möglichkeit selber tätig werden und neue Gerätetechnik ausprobieren. Und das sowohl virtuell als auch physisch. Diverse Vorführungen demonstrierten die Möglichkeiten des mechanisierten Schweißens. Außerdem wurden mit Arbeitsschutzkleidung, Gastechnik, Oberflächenbearbeitung und vielem mehr alle Bereiche des Schweißens abgedeckt, so dass für Jeden etwas dabei war. Einen Überblick über die Vielfalt der Initiates file downloadThemen und Initiates file downloadAussteller können Sie unter den Links finden.


Für den Austausch mit alten Bekannten und das Finden neuer Kontakte war wieder ausreichend Gelegenheit. Dank des TÜV Nord Hamburg, des IQ Technikum Bremen und der SLV Nord kam bei 300 Steaks, 300 Würsten und 500 Flaschen Getränken auch das leibliche Wohl nicht zu kurz.


Das Wetter spielte ebenfalls mit und so schloss der rundum gelungene Abend bei Trockenheit mit eindrucksvollen Außendemonstrationen der Firmen BBS-Betriebliche Brandschutzschulungen und Vossloh Rail Services GmbH. Entflammende Schutzkleidung, explodierende Trennspraydosen, brennende Acetylenschläuche, Staubexplosionen und das Aluminothermische Schweißen von Vignolschienen zündeten ein außergewöhnliches sowie einzigartiges Feuerwerk vor großer nächtlicher Kulisse.


Der Vorstand des DVS Bezirksverbandes Hamburg dankt allen Ausstellern, Sponsoren und Partnern, die diese einzigartige und in Erinnerung bleibende Veranstaltung ermöglicht haben. Wir freuen uns auf den 4. Abend der Schweißtechnik, der für 2016 geplant ist. Sie sind herzlich eingeladen, sich mit Vorschläge und Anregungen zu beteiligen.

 

Opens internal link in current windowWeitere Bilder

 


 

DVS Ehrennadel für Dipl.-Ing. Frank Steller

Für sein herausragendes Engagement wurde Herrn Dipl.-Ing. Frank Steller am 21.5.2014 die Ehrennadel des DVS verliehen.

Als langjähriger (Doppel-)Geschäftsführer des Bezirksverbandes Hamburg und des Landesverbandes Hamburg/Schleswig-Holstein hat er die Aktivitäten des DVS in Norddeutschland maßgeblich mitgestaltet.
Dabei lag ihm die Förderung des Nachwuchses stets am Herzen und viele Jahrgänge an Schweißfachingenieur(inn)en erinnern sich gerne an seine kurzweiligen Vorlesungen.
So unterrichtet er stets gut gelaunt seit mehr als 10 Jahren an der SLV Nord im Hauptgebiet I und nimmt regelmäßig als Prüfer an den Abschlussprüfungen teil.


Mit der Verleihung der Ehrennadel möchten sich der Bezirksverband Hamburg und der Landesverband Hamburg/Schleswig-Holstein für seinen langjährigen und weiterhin andauernden Einsatz für die Förderung der Schweißtechnik und die stets gute und hilfreiche Zusammenarbeit bedanken.

 


 

Jahresmitgliederversammlung 2014 und Ehrung der Jubilare

Auf seiner Jahresmitgliederversammlung konnte der BV Hamburg wieder auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Nicht nur die Donnerstagsveranstaltungen wurden gut besucht - das Schweißtechnische Kolloquium feierte sein 25. Jubiläum und konnte, wie auch der 2te Abend der Schweißtechnik mit einem Besucherrekord aufwarten.
Der Mitgliederzuwachs des BV lag über dem Mittel im DVS und fiel durch den Beitritt des BV Stade noch deutlicher aus.


Aus den vielfältigen Aktivitäten ist besonders WorldSkills zu erwähnen. Als Leiter der Arbeitsgruppe schilderte Herr Jens Winkler die monatelange Planung und Vorbereitung und zeigte eindrucksvolle Bilder vom Wettbewerb. Die Arbeitsgruppe erhielt zum Abschluss vom Internationalen WorldSkills Komitee eine Gold Medaille für Planung, Aufbau und Durchführung.


Besonderer Höhepunkt der gut besuchten Jahresmitgliederversammlung war die Ehrung der langjährigen Mitglieder.
Die Spitze bildeten Prof. Dr.-Ing. Hansjörg Petershagen mit seiner 60-jährigen treuen Mitgliedschaft.
Darüber hinaus konnten wir drei 40-jährige, sechs 25-jährige und zehn 10-jährige, davon zwei Firmenmitglieder, feiern. Die Firma Helmut Polnau GmbH wurde zu ihrer 25 jährigen Mitgliedschaft geehrt.
Wir bedanken uns bei allen Jubilaren im Namen des DVS für ihre Treue und ihr Engagement in der Schweißtechnik.


Mit der DVS Ehrennadel wurden der ehemalige langjährige Vorsitzende des DVS Bezirksverbandes Hamburg und jetzige Vorsitzende des DVS Landesverbandes Hamburg/Schleswig-Holstein Prof. Dr.-Ing. Lutz Müller sowie der ehemalige Geschäftsführer des DVS BV Hamburg und des DVS LV Hamburg/Schleswig-Holstein Dipl.-Ing. Frank Steller und für ihre besonderen Verdienste und Leistungen geehrt.
Zum Abschluss lud der BV Hamburg zu einem Buffet mit kalten Getränken und der Abend klang in geselliger Runde aus. Bericht

 

 


 

25. Schweißtechnisches Kolloquium Hamburg am 04.02.2014

Jubiläum! Mehr als 2500 Teilnehmer in 25 Kolloquien der Schweißtechnik an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg!
Stolz konnte das Ehrenmitglied Dipl.-Ing. Heiner Jansen vor 170 Teilnehmern diese erfolgreiche Bilanz der über viele Jahre von ihm begleiteten Veranstaltung präsentieren.

Dem Jubiläum angemessen folgten zwei Plenarvorträge. Den ersten hielt Prof. Dr. Andreas Groß vom Fraunhofer IFAM über die Verbindungstechnik in den Fußballstadien der früheren und kommenden Fußballweltmeisterschaft. Dabei begann er historisch mit dem 300.000 Zuschauer fassenden Kolosseum, das 1789 als Holzkonstruktion in Paris stand, und endete bei dem Maracana Stadion in Rio de Janeiro. Vertiefungen zu den Materialien und eindrucksvolle Bilder rundeten den gelungenen Vortrag ab.

Den zweiten Plenarvortrag hielt Dipl.-Phys. SFI Christiane Pohlmann, SLV Nord gGmbH, über den Wandel der Schweißerprüfung im Laufe der Zeit. Es begann 1909 mit den ersten Schweißerkursen an der Königlichen Maschinenbauschule in Köln, führte über die DIN 8560, die noch in drei Jahren entwickelt wurde, über die DIN EN 287-1 bis zur aktuellen DIN EN ISO 9606-1, deren Erstellung mehr als ein Jahrzehnt  in Anspruch genommen hat. Die heutige Prüfungsnorm orientiert sich an den verwendeten Zusatzwerkstoffen und nicht mehr am Grundwerkstoff und auch die  Geltungsbereiche der verschiedenen Schweißpositionen wurden neu zugeordnet. Nur der Wandel ist beständig und die Vorteile der neuen Norm wurden aufgezeigt.

Dipl.-Ing. Klaus Hoops von ESAB berichtete über neueste Schneidanlagen, die sowohl Plasma- als Laserschneiden vereinen und mit 36m Spurweite eindrucksvolle Abmessungen erreichen.

Von der DVS Zert GmbH referierte Dipl.-Ing. Martin Lehmann über die DIN EN 1090. So müssen im geregelten Bereich tätige Unternehmen ab dem 01.07.2014 für ihre WPK (werkseigene Produktionskontrolle) die Zertifizierung nach EN 1090-1 nachweisen. Außerdem wurden mit Eurocode 3 (Stahlbauten) und Eurocode 9 (Aluminiumbauten) neue Bemessungsregeln festgelegt.
Anträge auf Zertifizierung können direkt bei der DVS Zert GmbH gestellt werden. Die bisherigen Zertifizierungen zeigten, dass die Unternehmen personell und technisch gut aufgestellt sind. Mehr Augenmerk müsse auf die Verfahrensprüfungen, z.B. für S355, und auf Prozessbeschreibungen für thermisches Trennen oder Schraubverbindungen gelegt werden. Herr Lehmann äußerte die Befürchtung, dass einige Unternehmen ab dem 01.07.2014 nicht mehr an Ausschreibungen teilnehmen können, da die notwendigen Zertifizierungen fehlen würden.

Die Pausen wurden wieder ausgiebig für Gespräche und Netzwerkbildung genutzt und so konnte man z.B. erfahren, dass die Handwerkskammer Hamburg unentgeltliche Beratungen zur Einführung der DIN EN1090, vor allem für Klein- und mittelständige (Handwerks-)Betriebe anbietet. Nähere Auskünfte zu dem Thema DIN EN 1090 kann Herr Dipl.-Ing. Rainer Köster von der Handwerkskammer Hamburg oder die SLV Nord gGmbH geben.

Nach der Mittagspause stellte Dr.-Ing. Olaf Drude von der WK Consult Hamburg die Herausforderungen bei dem Ersatz der Oberhafenbrücke in Hamburg vor. Innerhalb weniger Tage zwischen Weihnachten und Neujahr wurde die aus dem Jahr 1904 stammende Brücke durch den mehr als 3000t schweren Neubau ersetzt. Die umfangreichen Planungen und Vorarbeiten wurden geschildert und mit eindrucksvollen Bildern unterlegt.

In dem folgenden Vortrag über Schweißprozessgase brach Dipl.-Ing. Jens Heimbockel von der Linde AG eine Lanze für hochwertige Prozessgase. Er zeigte auf, dass die höheren Kosten durch die damit erzielbaren Einsparungen, z.B. bei Nacharbeiten, mehr als wettgemacht werden können. Auch werden der Schweißprozess an sich und damit die Eigenschaften der Naht positiv beeinflusst.
Dipl.-Ing. Peter Gerster von der PITEC GmbH zeigte diverse Schadenfälle auf und wies den positiven Einfluss von hochfrequentem Hämmern auf die Lebensdauer von dynamisch belasteten Bauteilen anhand der Untersuchungen verschiedener Forschungsinstitute nach. Je nach Material und Belastung vervielfachten sich die Lastspiele oder es wurde sogar Dauerfestigkeit erreicht. Der von ihm vorgestellte pneumatische Hammer zeichnet sich dabei durch eine geringere Belastung des Bedieners aus und kann auch am Roboter eingesetzt werden.

Im Abschlussvortrag entwickelte Dipl. Mag. Heinz Hackl von der Fronius International GmbH Zukunftsvisionen für die Schweißtechnik. Er berichtete, dass 90% aller wissenschaftlichen Veröffentlichungen in den letzten 40 Jahren erschienen seien. In der Zukunft würden die „melting pots“ der großen Metropolen die Triebkraft des Fortschrittes sein. So bildeten sich z.B. in China Metropolen mit 110 Mio. Einwohnern und er ist sich sicher, dass China die Energiewende für sich nutzen wird. Auch im Bereich der Automatisierung würden sich Anwendungen ergeben, die wir derzeit nicht in Erwägung ziehen. Einen kleinen Vorgeschmack würden die Arbeiten von Boston Dynamics liefern. Wesentliche Fortschritte würden weiterhin durch neue Materialien und die Kombination von Metall und Kunststoff entstehen. Er zeigte sich aber überzeugt, dass auch weiterhin geschweißt werden wird.

Mit diesem zuversichtlichen Statement klang das Jubiläum aus, während für 2015 bereits die Planungen laufen. Bis zum Mai dieses Jahres können beim Vorstand bv.hamburg@dvs-hs.de Vorschläge für Vorträge und/oder Themen, zu denen Interesse an einem Vortrag besteht, genannt werden.

 Dr. Thomas Bade

 


 

2. Abend der Schweißtechnik

Am 26.09.2013 lud der DVS Bezirksverband Hamburg zum „2. Abend der Schweißtechnik“ an die Schweißtechnische Lehr- und Versuchsanstalt Nord (SLV Nord) im ELBCAMPUS ein.

Diese interessante und kommunikative Veranstaltung als 2. Auflage nach dem großen Erfolg im ersten Jahr, deren Umfang einer kleinen Messe nahe kam, begann mit der Begrüßung durch den Vorsitzenden und einem Eröffnungsvortrag im Hörsaal.

„Die Eiserne Maßkonfektion!“, so der Titel des von Dr.-Ing. habil. Jochen Schuster von der SLV Halle GmbH gehaltenen Vortrags, vermittelte einen kurzweiligen Einblick in die speziellen Bekleidungsvorlieben des Mittelalters und ihre Herstellung. Dabei standen neben Ritterrüstungen auch Keuschheitsgürtel in verschiedensten Ausführungen und die damals einsetzbaren Fügeverfahren für die verwendeten Materialien im Mittelpunkt.

Danach konnten sich die mehr als 190 Mitglieder und Gäste sowie die 20 regionalen Aussteller der Veranstaltung in den Räumen der Schweißwerkstatt und im Außenbereich über die neusten Entwicklungen rund ums Schweißen informieren. Von Stromquellen über Schweißequipment und technische Gase bis zu Automatisierungslösungen war für Jeden etwas zu finden. Durch umfangreiche Vorführungen aller gängigen Schweißprozesse von WIG bis MAG, über Fülldrahtschweißen bis hin zu UP- und Bolzenschweißen, von Hand bis automatisiert bis hin zur Arbeitsschutzkleidung, war für alle Besucher sprichwörtlich etwas zum Anfassen dabei. Einen Überblick über die Vielfalt der Themen und Aussteller können Sie Initiates file downloadhier finden.

Für das leibliche Wohl sorgte der TÜV Nord mit einem Grill-Imbiss. Bei perfektem Wetter fand an den Stehtischen im Innenhof der SLV Nord ein reger fachlicher Austausch statt.

Zu fortgeschrittener, dunkler Stunde bildeten eine verbindende Schmiedevorführung eines Damaszeners, auch Feuerschweißen genannt, sowie die Demonstration einer Sauerstofflanze bei Nacht ein beeindruckendes Schauspiel und einen gelungenen Ausklang des außergewöhnlichen Abends.

Der Vorstand möchte sich an dieser Stelle noch einmal für die tatkräftige Unterstützung und Hilfe aller Beteiligten herzlich bedanken, ohne die diese Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre.

Nach der sehr positiven Resonanz, werden wir auch im nächsten Jahr wieder einen „Abend der Schweißtechnik“ veranstalten. Sie sind herzlich eingeladen, sich mit Vorschläge und Anregungen zu beteiligen.

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24. Schweißtechnisches Kolloquium Hamburg am 26.02.2013

Auf dem 24. Kolloquium der Schweißtechnik an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg informierten sich am 26.02.2013 über 140 Teilnehmer über Normen, Anwendungen und Recht.
Der Vormittag war bewährten, neuen und kommenden Normen gewidmet, während für den Nachmittag die Anwendungen und Arbeitssicherheit auf dem Programm standen.


Im ersten Vortrag zeigte Prof. Dr. Busch von der FH Bielefeld die Unterschiede zwischen Eurocode 3 (EC3) und Z-30.3-6 für nichtrostende Stähle auf. Er führte aus, dass der in Deutschland weiterhin geltende Z-30.3-6 den Anwender mit Hinweisen u.a. zur Auswahl des Werkstoffes und der Verarbeitung unterstützt. Der EC3 hingegen legt die Konsultation eines nicht näher benannten Fachmannes nahe. International tätige Firmen müssen nun zweigleisig fahren, da das DIBt im Frühjahr 2012 die Einführung des EC3 für nichtrostende Stähle für Deutschland abgelehnt hat.


Im zweiten Vortrag begann Herr Sascha Ziep von der SLV-Nord mit den Änderungen in den Ordnungsnummern der Schweißprozesse und der Schweißpositionen. Er führte danach in die kommende ISO 9606-1 ein und zeigte Änderungen in der Bezeichnung der Schweißerprüfung und der Geltungsbereiche gegenüber der DIN EN 287-1 auf.
Zum Abschluss seines Vortrages diskutierte er die, mit einer Zertifizierung nach DIN EN 1090-1 einhergehende, Einführung einer werkseigenen Produktionskontrolle sowie die Angaben auf der CE-Erklärung.


Nach einer ersten Kaffeepause, bildete der Vortrag von Herrn Matthias Huke vom TÜV Nord den Abschluss des den Normen gewidmeten Vormittags. Er ging der Frage nach in wieweit die DIN EN 1011-3 den Anwender bei der Verarbeitung von nichtrostenden Stählen unterstützt. Dabei wies er auf die DIN SPEC 1097 hin, die in digitaler Form ein ideales Nachschlagewerk darstellt. Er zeigte auf, dass die DIN EN 1011-3 viele Hinweise und Lösungen für die tägliche Arbeit enthält, von der Lagerung über die Vorbereitung, den Schweißzusätzen und -parametern bis zum abschließenden Reinigen.


Die folgende Mittagspause wurde dann für vertiefende Diskussion sowie die Pflege bestehender und neuer Kontakte genutzt.
Der Nachmittag stand im Zeichen der Praxis.


Dr.-Ing. Shahram Sheikhi vom MAN PrimeServ Hamburg stellte die Reparatur von Schiffsmotoren vor. Reproduzierbare Prozesse, die hohen Anforderungen genügen müssen, sind Voraussetzung für die Reparatur der mehrere Stockwerke hohen Motoren mit ihren mannshohen Ventilen und Kolbendurchmessern von bis zu einem Meter. Er führte aus, dass mit konventionellen Verfahren das Ausbessern der Ringnuten eines Kolbens mit UP-Auftragsschweißen 250kg Schweißgut erfordert. Daher wurde in Hamburg ein Prozess zum Laserauftragschweißen entwickelt, der je nach Schaden nur ca. 4kg Schweißpulver pro Kolben benötigt und auch die nachfolgende Wärmebehandlung im Ofen einspart.


Der fünfte Fachvortrag lieferte eine Übersicht über das Schweißen und Prüfen im U-Bootbau und wurde von Herrn Dietrich Köppe von ThyssenKrupp Marine Systems ehemals HDW Kiel gehalten. Dabei ging er auf die Eigenschaften der speziellen Stähle und Prüfungen ein. Für die Zulassung werden die Grund- und Zusatzwerkstoffe in Beul- und Sprengtests unter ungünstigsten Bedingungen belastet. Der fertiggestellte Druckkörper des U-Bootes wird mit Röntgen-, Ultraschall-, PT- und MT-Prüfung einem 100% Test unterzogen, um maximalen Schutz für die Fahrmannschaft zu gewährleisten.


Nach der Kaffeepause am Nachmittag, mit anregenden Gesprächen, beleuchtete der abschließende Vortrag die rechtliche Verantwortung nach einem Arbeitsunfall. Herr Dr. Gregor, Vorsitzender Richter am Landgericht Würzburg, hielt einen kurzweiligen Vortrag über die zivil- und strafrechtlichen Folgen einer fehlerhaften Unterweisung, Auswahl oder Überwachung von Mitarbeitern. Die Aussicht bei einem Arbeitsunfall auch ohne Vorsatz mit bis zu fünf Jahren Haft oder Geldbuße bis 1Mio.€ belegt werden zu können, ließ den Zuhörern das Schmunzeln über die Darstellung der Sachverhalte im Gesicht einfrieren. An vielen Beispielen wurde anschaulich dargestellt, wie schnell die Vorgesetzten bis in die Unternehmensspitze belangt werden können. Es war eine unmissverständliche Aufforderung dieses Gebiet im hektischen Betriebsalltag, nicht aus den Augen zu verlieren. Aus dem Publikum kam auch gleich die Frage, ob man den Vortrag buchen könnte. Interessenten können sich diesbezüglich an den DVS-Bezirksvorstand wenden.


Das 25 jährige Jubiläum dieses gut besuchten Kolloquiums steht im nächsten Jahr an. Bis zum Mai dieses Jahres können beim Vorstand bv.hamburg@dvs-hs.de Vorschläge für Vorträge und/oder Themen, zu denen Interesse an einem Vortrag besteht, genannt werden.

Dr. Thomas Bade

 


 

1. Abend der Schweißtechnik

Der Bezirksverband-Hamburg lud am 11.10.2012 zum „1. Abend der Schweißtechnik“ an die Schweißtechnische Lehr- und Versuchsanstalt Nord (SLV Nord) und mehr als 120 Mitglieder, Gäste und Aussteller waren dem Ruf gefolgt. Sie verbrachten einen anregenden Abend in familiärer Atmosphäre und informierten sich über die neusten Stromquellen, Gase und Automatisierungslösungen. Natürlich war auch ausreichend Gelegenheit in kleinen Gruppen oder zu zweit alte und neue Kontakte aufzufrischen bzw. aufzubauen.


Eingeleitet wurde der Abend mit dem themenübergreifenden Impulsvortrag „Schweißen im Dunkeln? Effekte und Einflüsse optischer Strahlung beim Schweißen“ von Frau Dipl.-Ing. Christiane Pohlmann. Beginnend mit dem Nobelpreisträger Niels Bohr aus dem Jahr 1922 wurde der (Licht-)Bogen bis ins Jahr 1985 gespannt. Die Art der Darstellung überraschte und ließ die Thematik in einem neuen Licht erscheinen.


Aufgeteilt in Gruppen wurden im Anschluss die Vorführungen der Aussteller besucht. Den Besuchern wurden die neuesten Produkte und Verfahren aufgezeigt und die Aussteller konnten entsprechende Fragestellungen aufgreifen.
Das anschließende Buffet, gesponsert vom TÜV Nord, und als Nachspeise der besonderen Art das Cryo-Cooking mit flüssigem Stickstoff der Firma Linde stärkten die Besucher für den zweiten Teil des Abends.


Zu fortgeschrittener Stunde lieferten die funkensprühenden Darbietungen Fugenhobeln und Innershieldschweißen ein kleines Feuerwerk und als Highlight folgte zum Abschluss die Demonstration der Urgewalt der Sauerstofflanze. In dunkler Nacht wurde ein 150 mm Bolzen in einem Feuerregen durchschmolzen. Es war ein beeindruckendes Schauspiel und Mutige waren eingeladen, sich selber, versehen mit entsprechender Schutzbekleidung, daran zu versuchen.


Die Resonanz des Abends macht Lust auf mehr, der „2. Abend der Schweißtechnik“ in 2013 kann kommen.

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Ein neuer Vorstand wurde gewählt

Am 12.04.2012 fand die alljährliche Mitgliederversammlung des Bezirksverbandes Hamburg in gewohnter Art und Weise in der SLV Nord am ELBCAMPUS statt. Herr Prof. Lutz Müller und Herr Frank Steller wurden nach erfolgreicher Arbeit als 1. Vorsitzender und Geschäftsführer verabschiedet.

  

 

Ebenso schieden Herr Dr. Siegfried Bergner und Herr Alexander Seelau nach langjähriger Tätigkeit aus dem Vorstand aus.

  Der neue Vorstand

Herr Ralf Biegert und Herr Oliver Steffen nahmen als 1. Vorsitzender und Geschäftsführer Ihre Tätigkeiten auf. Neben den bekannten Vorstandsmitgliedern um Herrn Daniel Engel, Herrn Klaus Ramm, Herrn Jens Winkler und Herrn Torsten Schulz formierten sich die neu gewählten Vorstandsmitglieder Dr. Thomas Bade und Sven Noack. Ebenso wurde ein neuer erweiterter Vorstand/Kompetenzteam in den BV Hamburg integriert. Wir wünschen allen neuen und alten Vorstandsmitgliedern eine erfolgreiche Amtszeit.

Sven Noack, DVS Bezirksverband HH/SH, April 2012

 


 

13. Sondertagung Schweißen im Schiffbau und Ingenieurbau am 25./26. April 2012 in Hamburg

Nach der erfolgreichen Integration der Tagung in den DVS Congress 2011 fand die 13. Sondertagung wieder in gewohnter Art und Weise statt. Die Tagungsveranstalter Germanischer Lloyd SE, DVS-Landesverbandes Hamburg/Schleswig-Holstein und Schweißtechnische Lehr- und Versuchsanstalt Nord luden Teilnehmer, Aussteller und Gäste zu einer industriellen Exkursion auf die Werft von Blohm+Voss ein. Den traditionellen Begrüßungsabend auf dem Museumsschiff  „Rickmer Rickmers“ nutzen die Gäste, um vorhandene Netzwerke zu pflegen und neue Netzwerke zu gründen. Am kommenden Tag konnten 112 Teilnehmer und 10 Industrieaussteller im Hotel Hafen Hamburg Neuigkeiten und Altbekanntes über und um die Schweiß- und Fügetechnik erfahren.

 

In vier interessanten Themenblöcken wurde von den Referenten zu „Normen und Zertifizierung“, „Bauwerken“, „Schweißverfahren“ und der „Windenergiebranche“ bewährtes und neues vorgestellt. Wie nicht anders zu erwarten, wurde vor allem bei den beiden Normenvorträgen mit ersten Erfahrungen in der Zertifizierung nach DIN EN 1090 und dem normativen Handwerkszeug für Schweißaufsichtspersonen bereits heftig unter den Teilnehmern diskutiert. Die Einführung der neuen Normung führt zu neuen Perspektiven und Herausforderungen für Schweißfachbetriebe, aber auch zu Verunsicherung, wie die Verlängerung der Koexistenzphase zwischen der DIN 18000 und DIN EN 1090 zeigt.

In Hamburgs ehemalige und aktuelle Baustellen konnten sowohl mit dem Bau, Fertigung und Montage der Binnenhafenbrücke als auch bei der bautechnischen Prüfung und Überwachung des großen Konzertsaals der Elbphilharmonie beeindruckende schweißtechnische Eindrücke gewonnen werden. Nicht zuletzt verdeutlichte der Einblick in den Bau einer neuen Fregatte für die Bundesmarine besondere schweißtechnische Herausforderungen.

Die Wirtschaftlichkeit des Schweißens – ein für Unternehmer und Unternehmen immer bedeutungsvolleres Thema - wurde durch neue Stromquellentechnik und den Einsatz moderner Lasertechnologie eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Nicht zuletzt hat das Thema Windenergie seit der politischen Energiewende mehr an Bedeutung gewonnen, als je zuvor. Mit Neuerungen in der Zertifizierung von Offshorewindenergieanlagen konnte ebenso deutlich gemacht werden, wie bedeutungsvoll dieses Thema in der Zukunft sein wird, wie in den Darlegungen zum Bau solcher Windenergieanlagen und deren Komponenten vor allem für den Offhorebereich.

 

Foyer mit Industrieausstellung im Hotel Hafen Hamburg, Foto SLV Nord

 

Die 14. Sondertagung findet am 24./25.04.2013 wieder im Hotel Hafen Hamburg verbunden mit einer Exkursion und dem Abendprogramm auf der Rickmer Rickmers statt. Das Call for Papers erscheint rechtzeitig, diesmal mit neuen Themenschwerpunkten für Maschinen- und Apparatebau sowie für Druckgeräte und Kraftwerke. Außerdem sollen die Überwachung, zerstörungsfreie Prüfung und Inspektionen von Schweißkonstruktionen in Mittelpunkt der kommenden Tagung stehen.

 

Sven Noack, DVS Landesverband HH/SH, Mai 2012

 


 

32. Schweißtechnisches Seminar „Aus der Praxis für die Praxis“ vom 23.3. – 24.3.2012 in Rendsburg

Tagungsbericht

Die Vortragsreihe lief  unter sehr guten Witterungsbedingungen – keine Wolke am Himmel und Temperaturen bei denen das Anzugsjackett auch über der Stuhllehne verweilen konnte. Es waren ca. 70 Teilnehmer hauptsächlich aus Hamburg angereist, die in voller Erwartung den Beiträgen lauschen wollten. Die Seminarbeiträge wurden in diesem Jahr als PDF-Dateien auf einer CD den Teilnehmern übergeben.

Nachdem Herr Steller und Professor Müller ihre einleitenden Worte gesprochen hatten, begann das Seminar mit einem erfrischenden Vortrag durch Dr. Nölle, der uns mit seinem Beitrag „vom Baustahl zum Feinkornstahl – vom VA-Stahl zum Duplex-Stahl“ die Besonderheiten der schweißtechnischen Verarbeitung mit seinem ihm zu eigenen Witz vermittelte. Die nachfolgende Diskussion belegte das rege Interesse an diesem Thema.

Im Anschluss an die Frühstückpause wurden uns Schwingfestigkeitseigenschaften von Schweißverbindungen durch Herrn Nitschke-Pagel deutlich gemacht. Insbesondere die Ergebnisse aus Untersuchungen von unterschiedlichen Kerbwirkungen und das „in-Erinnerung-rufen“ des alten Wöhlers waren Kernpunkte seines sehr interessanten Vortrages.

Neues zum Thema Widerstandspunktschweißen erklärte die Fa. Fronius. Insbesondere die Prozesssicherheit beim Punktschweißen durch Metallstreifen, die über die Elektroden geführt werden war ein erwähnenswertes Highlight. Hierdurch erhöht sich die Standzeit der Elektroden sowie die Möglichkeit - aufgrund der Abdrücke auf den Metallstreifen - die Parameter zu kontrollieren und zu dokumentieren

Die Fa. ESAB demonstrierte mit praktischen Beispielen ihre Angebotspalette. Hier wurde insbesondere der Einsatz der neuen UP-Technologie im Windkraftanlagenbau anhand der Turmfertigung beeindruckend dargestellt.  Auch hier spiegelte sich in der Diskussionsrunde ein lebhaftes Interesse wider.

Vom Ausbildungsgesichtspunkt her betrachtet, war der anschließende Beitrag von Dr. Middeldorf der wichtigste. Seine Überlegungen ging in die Richtung, wie der DVS es schaffen wird, unter den geänderten gesellschaftlichen Bedingungen für schweißtechnischen Nachwuchs zu sorgen. Kernaussage: Wir haben immer weniger Nachwuchs und der Nachwuchs den wir haben lernt anders, bzw. nutzt das Internet, um mögliche Wissensdefizite auszugleichen.

Die Ausstellung der Schweißtechnikhersteller und Händler wurde, wie schon in den letzten 3 Jahren zuvor, bereits am Freitag gezeigt.. Neu war der Schweißtrainer mit dem man mit originalen Schweißerequipment  unterschiedliche Schweißpositionen in aufeinander aufbauenden Schwierigkeitsgraden virtuell trainieren konnte.

Natürlich riss auch am Abend der Kontakt zu anderen Kollegen nicht ab. Man traf sich zum Essen und auch, um Erfahrungen auszutauschen, für die es während der Vorträge keinen Raum gab.

Zwei  Vorträge vom Samstag sind besonders hervorzuheben. Zum Einen der Beitrag von Herrn Dr. Schuster aus Halle. Dieser schaffte es wieder, wie auch in seinen Beiträgen von Herrn Fuschmann im „Praktiker“, die Zuhörer. mit seiner anschaulichen Art zu begeistern, indem er komplizierte Zusammenhänge einfach darzustellen vermochte. So referierte er über Schadenfälle der älteren und jüngeren Vergangenheit. Die Untersuchungen dieser Schadensfälle führten seiner Meinung dazu, dass man erst nach dem Schaden klug wurde.

Herr Dipl.-Ing Ziep überzeugte uns mit seinen Überlegungen zu der geänderten Schweißerprüfungsnorm EN 287 und EN 1090 sowie die mögliche ISO 9606-1, und führte aus, dass das Denken nicht abgeschafft werden darf. Im Zentrum seiner Überlegung steht - was wir doch eigentlich alle wissen sollten – die schweißtechnisch Verantwortlichen müssen auch nach einem möglichen Schadensfall nachweisen können, dass sie die Regeln der Technik angewendet haben. 


Dieter Lange

 


 

Erfolgreiches 23. Schweißtechnisches Kolloquium des DVS BV Hamburg

Schon zur Tradition geworden ist das jährlich durch den DVS BV Hamburg veranstaltete Schweißtechniche Kolloquium. So fand am 07.02.2012 die diesjährige Veranstaltung zum Thema "Wirtschaftlichkeit und Nachhlatigkeit "unter reger Teilnahme von 120 Fachleuten aus der Region in der Aula der Hochschule für angewandte Wissenschaften statt. 

Nach der Begrüßung durch Herrn Dr. Richter folgten die Zuhörer den 5 Vortragenden zu Themen der automatisiertenb Schweißproozesse, alternative Verfahren , Kosten und Nachhaltigkeit.

Der DVS BV Hamburg dankt allen Tagungsteilnehmern und bittet um  Themenvorschläge an unserer Geschäftsstelle  unter der Mailadresse

bv.hamburg@dvs-hs.de

 

 

 

 


 


 

Ehrung langjähriger Mitglieder 2011

Am 24.Nov.2011 um 18.00 Uhr fand in im Bahrenfelder Forsthaus  in Hamburg die diesjährige Ehrung langjähriger Mitglieder des DVS BV Hamburg statt. Der Vorsitzende unseres BV, Herr Prof.Dr.Lutz Müller, ehrte im Beisein der Vorstandsmitglieder den Ehrenvorsitzenden unseres Helmut Toschka sowie unser langjähriges Vorstandsmitglied Herrn Günther Duve sowie Klaus König, Uwe Willert ,Kurt Bonsels für für 50-jährige und die Herren Martin Lobsin, Wilfried Wenske für die 40-jährige Mitgliedschaft im DVS aus.

Wir danken unseren langjährigen Mitgliedern für die Treue und Unterstützung und wünschen den Jubilaren viel Glück, Gesundheit und freuen uns auf viele weitere interessante Begegnungen in der schweißtechnischen Gemeinschaft.

  

 

 


 

"Aus der Praxis für die Praxis" - Aluminium

Am Fr., 27.05.2011und Sa. 28.05.2011 fand unter der Reihe "Aus der Praxis für die Praxis" das 31. Schweißtechnische Seminar des DVS LV Hamburg/Schleswig-Holstein in der SLV Nord gGmbH -Elbcampus statt.

Thema: Aluminium-leicht handhaben, das ABC des Verarbeitens von Aluminium

 

Programm hier downloaden:

 

 

 


 

DVS-Wettbewerb „Jugend schweißt“ im BV Hamburg

Am 05. März 2011 fand der Wettbewerb auf DVS-Bezirksverbandsebene in den Räumen der DVS® Schweißtechnischen Kurstätte im Bildungszentrum Metall Hamburg g.GmbH in Altona statt.  Bei den Jungschweißern siegten Fabian Osterhold (WIG-Schweißen) und Felix Peschutter (MAG-Schweißen). In der Gruppe der Fortgeschrittenen hießen die Sieger Jan Reussow (WIG-Schweißen, Samet Cakmakei (MAG-Schweißen), Benjamin Groß (E-Schweißen und Timucin Saptik (Gas-Schweißen). Die Gewinner konnten sich unter einer Vielzahl von gespendeten Sachpreisen wie Schweißinverter, Lötkoffer, Winkelschleifer, Bohrmaschine, Schutzkleidung etc. ihren persönlichen Preis auswählen.

Die Sieger treten in der Ausscheidung des DVS-Landesverband am 17. u. 18. Juni  2011 in Wilhelmshaven gegeneinander an und kämpfen um die Qualifikation für den Wettbewerb auf Bundesebene.

 


Schweißen macht Schule

 

 Schweißen macht Schule

Der DVS hat eine kostenlose Unterrichtsmappe für Schulen erarbeitet. Diese wird jetzt auf der Stuttgarter Bildungsfachmesse didacta erstmals vorgestellt, die noch bis zum 26. Februar 2011 stattfindet. "Schweißen macht Schule" heißt das 74 Seiten starke Unterrichtsmaterial, das derzeit in einer Pilotphase an ausgewählten Schulen getestet wird. Ziel der Initiative ist es, dem Fachkräftemangel der Branche entgegenzuwirken und Schülern und Lehrern bei der schwierigen Aufgabe der Berufswahl zu helfen.                              

Darüber hinaus will der DVS die Möglichkeit anbieten, das erlernte Wissen in einer der zahlreichen DVS-Bildungseinrichtungen in die Praxis umzusetzen.  

Weitere Informationen finden Sie hier... 

Ansprechpartner: 

Dipl.-Betrw. Anke Wiesner

Tel.: 0211 1591-108

E-Mail: anke.wiesner@dvs-hg.de

 


 

22. Schweißtechnisches Kolloquium des BV Hamburg im Elbampus

Wieder waren 130 interessierte Tagungsteilnehmer beim 22.schweitechnischen Kolloquium am 01.02.2011 im Elbcampus zu Gast.

Der Vorsitzende des BV Hamburg begrüßte die Tagungsteilnehmer. Als Ehrengäste nahmen die Vorstandsmitglieder des BV Berlin teil. Die Vorträge standen diesmal unter dem Thema der Schweißnahtvorbereitung. So referierten die  Vortragenden zur Normung, unterschiedlichen Varianten   der Nahtvorbereitung, Wirtschaftlichkeit sowie Rohrendenbearbeitung.

Der eindruckvollste Vortag mit der Themenbezeichnung  „ Wenn es knallt ist es zu spät“ wurde am Schluss der Veranstaltung als Experimentalvortrag durch Herrn Strich von der Firma Linde als ernstes Thema humorvoll dargeboten.

 Impressionen:

 

 


 

Treffen mit Vertretern des BV Berlin am Vorabend des 22. Schweißtechnischen Kolloquiums

Am 31.01.11, dem Vorabend des 22.schweißtechnischen Kolloquiums trafen sich im Elbcampus Vertreter der DVS Bezirksverbände Hammburg und Berlin.

Ziel der der jahrelangen Zusammenarbeit war der Austausch zu unterschiedlichen Themen der Verbandsarbeit in Hamburg und Berlin. Nach der gelungenen gemeinsam im Juni 2010 anlässlich des 20-jährigen Bestehens in Berlin durchgeführten Tagungsveranstaltung standen insbesondere die Planung von Weiterbildungsveranstaltungen beider BV und die Mitgliederwerbung im Mittelpunkt der Gespräche.

Zum Abschluss wurden die modernen Schweißwerkstätten der SLV Nord gGmbH besichtigt.

 


 

BV Hamburg ehrt verdienstvolle Mitglieder im Bahrenfelder Forsthaus

Am 02.11.10 fand in Hamburg im Bahrenfelder Forsthaus die diesjährige Ehrung verdienstvoller Mitglieder des DVS BV Hamburg statt. Der Vorsitzende des BV, Herr Prof.Dr.Lutz Müller, zeichnete im Beisein der Vorstandsmitglieder die Herren Rüdiger Kretschmer und Eckhardt Kröger für 40-jährige Mitgliedschaft im DVS aus.

Im Anschluss an die Ehrung kam ein sehr interessanter Erfahrungsaustausch zustande. Herr Kröger berichtete aus seiner überaus interessanten Berufstätigkeit und vielen betrieblichen Kontakten bei der Fa. Böhler Zusatzwerkstoffe. Auch Herr Kretschmer, der vielen noch durch seine spektakulären Versuche mit technischen Gasen in Erinnerung ist, konnte aus seinem großen Erfahrungsschatz berichten.

Wir wünschen den Jubilaren alles Gute und freuen uns auf weitere interessante Kontakte in der schweißtechnischen Gemeinschaft.

 

 

 

 


 

11. Sondertagung Schweißen im Schiffbau und Ingenieurbau am 28./29. April 2010 in Hamburg

TAGUNGSBERICHT

Allgemein

Die traditionelle Tagung der Germanischer Lloyd AG, des DVS-Landesverbandes Hamburg/Schleswig-Holstein und der GSI/SLV Nord fand auch im Jahr 2010 mit 115 Teilnehmern großes Interesse der Fachleute. Am ersten Tag wurde die Baustelle der U-Bahnlinie 4 in der Hafencity – die größte Baustelle in Europa – besichtigt, natürlich bei bestem Hamburger Wetter. Anlässlich des Begrüßungsabends auf dem Museumsschiff Rickmer Rickmers hatten die Teilnehmer Gelegenheit zur Diskussion und zum Auf- und Ausbau schweißtechnischer Netzwerke, die für die tägliche Arbeit von Nutzen sind aber auch persönliche Kontakte ermöglichen.

Tagung

Die Firma Herrenknecht stellte zunächst eine Tunnelbohrmaschine für Hartgestein vor, die werkstoffkundlichen und schweißtechnischen Probleme wurden erläutert. Danach wurden Fundamentknoten von Offshore Windenergieanlagen vom GL und DVS behandelt. In naher Zukunft werden an der Küste eine Vielzahl von großen Stahlkonstruktionen erstellt und in der Nordsee installiert – eine Herausforderung. Das Vorwärmen stellt weiterhin ein wichtiges Qualitätskriterium dar, vom GL wurden die Probleme und die uneinheitlichen Regeln anschaulich vorgetragen. Die TU Hamburg Harburg mit der GKSS berichtete über die Festigkeit verschweißter Stöße mit großem Luftspalt im Schiffbau, ein vor allem in der Zukunft wichtiges Thema. Am Vormittag stand zum Schluss das Fügen von Kunststoffen im Blickpunkt, in vielen Bereichen wird deren Anwendung zunehmen. Die SLV Nord berichtete über Aus- und Weiterbildung sowie die werkstoffkundlichen Probleme.

 

Am Nachmittag berichtete die Uni Karlsruhe über die neue DINEN 1090 und die Anforderungen, die auf die Betriebe zukommen. Anschließend referierte die Fa. Deutsch über neue Ultraschallverfahren zur Schweißnahtprüfung. Die UTP Schweißmaterial stellte das Reparaturverfahren eines Pressenständers vor, interessant war die Vorgehensweise und Planung der Reparatur. Über die Wiederaufbereitung von Schiffsmaschinenbauteilen mittels Laser-Pulver-Auftragsschweißen wurde an Beispielen von Gall&Seitz vorgetragen, ein wichtiges Verfahren für die Wirtschaftlichkeit in der Schifffahrt. Am Schluss präsentierte Herr Gerster interessante Schadensfälle aufgrund mangelhafter Schweißungen – wie immer mit eindrucksvollen Bildern unterlegt und kurzweilig vorgetragen. Herr Noack dankte zum Schluss allen Vortragenden und den Organisatoren für Ihre Bemühungen und lud zur nächsten Tagung  2011 im CCH Hamburg ein.

Ausblick

Die nächste Tagung findet am 26./27.9.2011 im Rahmen des DVS-Kongresses im CCH in Hamburg statt. Diese Tagung bleibt eigenständig mit eigenem call for papers und Berichtsband. Nächstes Jahr haben die Teilnehmer Gelegenheit, auch andere DVS-Kongresse und die angegliederte Ausstellung zu besuchen. Die Tagung 2012 wird wie gewohnt im April im Hotel Hafen Hamburg ausgerichtet.

 

Bernhard Richter, DVS Landesverband HH/SH, Mai 2010

 



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